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07.04.2006

08:00 Uhr

Handball Nationalmannschaft

DHB-Frauen proben in Riesa den Ernstfall

Die deutschen Handballerinnen spielen sich ab heute beim Vier-Nationen-Turnier in Riesa für die EM in Schweden ein. Bundestrainer Armin Emrich möchte vor allem die Qualität der Mannschaft weiter verbessern.

Heute beginnt für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in der vom Elbhochwasser umspülten sächsischen Sportstadt Riesa beim Vier-Nationen-Turnier (7. bis 9. April) die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Schweden. Beim kontinentalen Titelkampf vom 7. bis 17. Dezember peilt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) eine Medaille an.

Vizeweltmeister Rumänien der Gradmesser

"Jeder kann von einer Medaille sprechen, wenn er es für nötig hält. Aus meiner Sicht geht es vor allem darum, die Qualität der Mannschaft zu verbessern", meint Armin Emrich. Unter Führung des 53 Jahre alten Ex-Nationalspielers gelang im Winter bei der WM in Russland mit Platz sechs das Comeback in der Weltspitze. Noch "schwer im Magen" (Emrich) liegt allerdings die dort erlittene 26:37-Pleite gegen den späteren Vizeweltmeister Rumänien, der für das Turnier in Riesa zum entscheidenden Gradmesser ausgerufen wurde.

"Gegen die Rumäninnen haben wir noch eine Rechnung offen. Wir sind voll motiviert. Mal sehen was geht", sagt die Leipzigerin Nina Wörz. "Wir haben uns in den letzten Monaten permanent gesteigert. Wir hoffen, dass Riesa für uns eine Reise wert ist", ergänzt ihre Vereinsgefährtin Nora Reiche. Emrich erklärt Rumänien zum "haushohen Turnierfavoriten" und will das Spiel (Sonntag/15.00 Uhr) ebenso wie zuvor die Partien gegen den WM-Elften Kroatien (heute/20.00 Uhr) und den Olympia-Sechsten Spanien (Samstag/17.00 Uhr) auch nutzen, um seine Truppe "auf etliche neue taktische Varianten der Konkurrenz" einzustellen.

Emrich muss im Rückraum "umpuzzlen"

Nach dem Ausfall der an einer Sprunggelenkverletzung laborierenden WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Leverkusen) und von Marielle Bohm (Trier) wegen einer Angina wird Emrich im Rückraum "umpuzzeln und neue Stärken herausfinden, die in der Mannschaft schlummern". Eine wichtige Rolle spielt Rückraumstar Grit Jurack, die sich nach überstandener Rückenblessur rechtzeitig zurückmeldete. Die 28-Jährige, die in 206 Länderspielen bereits 1 071 Treffer für die DHB-Auswahl markierte, hat gerade mit Viborg HK das Endspiel um die dänische Meisterschaft erreicht und außerdem am Tag vor dem Trainingsbeginn im 100km entfernten Leipzig die letzte Prüfung ihres Sportmanagement-Studiums geschrieben.

Zum DHB-Kader zählen diesmal auch die beiden 20-Jährigen Angie Geschke (Frankfurt/Oder) sowie Laura Steinbach (Trier), die in Riesa vor ihrem Länderspiel-Debüt stehen. Die Rostockerin Svenja Spriesterbach ist von Emrich als Trainingsgast eingeladen, wird aber wahrscheinlich noch nicht eingesetzt. Die 31 Jahre alte Susanne Henze (Buxtehude) bestreitet gegen Rumänien das 87. und letzte Länderspiel ihrer Karriere.

© SID

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