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09.01.2010

20:14 Uhr

Handball Nationalmannschaft

DHB-Team unterliegt Island

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat zehn Tage vor EM-Beginn das erste von zwei Testspielen gegen Island mit 28:32 verloren. Am Sonntag findet die zweite Partie statt.

Oliver Roggisch (M.) verteidigte konsequent. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Oliver Roggisch (M.) verteidigte konsequent. Foto: Bongarts/Getty Images

Zehn Tage vor dem EM-Start sucht die deutsche Handball-Nationalmannschaft weiter nach ihrer Turnierform. Im ersten von zwei Testspielen gegen den Olympiazweiten Island unterlag die DHB-Auswahl in Nürnberg mit 28:32 (16:14) und konnte dabei nur phasenweise überzeugen. Am Sonntag trifft das Team von Bundestrainer Heiner Brand in Regensburg (15.00 Uhr) erneut auf die Nordeuropäer, ehe am Mittwoch in Mannheim gegen Brasilien die Generalprobe für das EM-Turnier in Österreich (19. bis 31. Januar) steigt.

Vier Tage nach dem mageren 30:29-Sieg in Innsbruck gegen den EM-Gastgeber zeigte sich die deutsche Mannschaft zumindest 40 Minuten lang frischer und harmonierte trotz zahlreicher Wechsel besser. Vor 8 000 Zuschauern hatte das DHB-Team den Gegner bis Mitte der zweiten Halbzeit spielerisch im Griff, ehe langsam die Kräfte schwanden. So wurde aus einem Vier-Tore-Vorsprung (20:16) innerhalb von 15 Minuten ein Zwei-Tore-Rückstand (26:28), den der dreimalige Weltmeister in der Schlussphase nicht mehr aufholen konnte.

"Ich bin nicht unzufrieden mit der gezeigten Leistung, wohl aber mit der hohen Zahl an technischen Fehlern. Letztlich spiegelt die Vier-Tore-Niederlage nicht ganz den Spielverlauf wieder, denn wir waren bis kurz vor Schluss klar auf Augenhöhe", sagte Brand, der einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem Österreich-Spiel sah: "Wir hatten zumindest in den ersten 40 Minuten einige sehr starke Momente."

Abwehr steht sicher

Vor allem in der Abwehr zeigte das deutsche Team eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem Österreich-Spiel. Auch dank starkem Rückhalt durch die beiden Torhüter Carsten Lichtlein und Silvio Heinevetter, die jeweils eine Halbzeit im Kasten standen, ließ die Defensive um Abwehrchef Oliver Roggisch die Isländer zeitweise kaum zur Entfaltung kommen. Offensiv konnten besonders die deutschen Rückraumspieler überzeugen und immer wieder die sich bietenden Lücken in der gegnerischen Abwehr nutzen.

Beste Werfer auf DHB-Seite waren Lars Kaufmann (Frisch Auf Göppingen) mit sechs Toren sowie Kapitän Michael Kraus (TBV Lemgo) mit fünf Treffern. Bei Island war Spielmacher Olafur Stefansson von den Rhein Löwen-Neckar mit zehn Toren überragend.

Brand nutzte derweil erneut die Chance, auch den Spielern aus der zweiten Reihe reichlich Einsatzzeit zu geben. So boten unter anderem Michael Müller von den Rhein Löwen-Neckar auf Halbrechts und der Göppinger Manuel Späth am Kreis starke Leistungen.

Gensheimer muss verletzungsbedingt pausieren

Derweil sind die Chancen von Uwe Gensheimer auf eine EM-Teilnahme gesunken. Der Linksaußen von den Rhein Löwen, -Neckar der auf seiner Position mit den arrivierten Torsten Jansen (HSV Hamburg) und Dominik Klein (THW Kiel) um einen Platz im Kader kämpft, musste verletzungsbedingt pausieren. Wegen einer Zerrung in der rechten Wade steht auch hinter seinem Einsatz am Sonntag ein Fragezeichen. Damit dürfte das Spiel gegen Brasilien Gensheimers letzte Chance sein, sich für die EM zu empfehlen.

Brand muss seinen derzeit 19-köpfigen Kader bis zum 18. Januar auf 16 Spieler reduzieren. Voraussichtlich wird der Coach wie bei früheren Turnieren zunächst sogar nur 15 Spieler benennen, um während der Vorrunde einen Nachrücker nominieren zu können.

In der Vorrundengruppe C trifft die deutsche Mannschaft in Innsbruck auf Polen (19. Januar), Slowenien (20. Januar) und Schweden (22. Januar). Die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde, wo drei weitere Gegner warten.

Am Rande des Island-Spiels stellte der Deutsche Handballbund seinen neuen Hauptsponsor vor. Ein süddeutsches Energie-Unternehmen (Goldgas) wirbt mit seinem Namenszug künftig auf den Trikots der Nationalmannschaft. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und soll mit mindestens 700 000 Euro pro Jahr dotiert sein.

© SID

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