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02.02.2016

16:21 Uhr

Handball WM bei ARD und ZDF?

Eine Frage der Verschlüsselung

VonKai-Hinrich Renner

Die Spiele der Handballeuropameister werden bei der WM 2017 nicht bei ARD und ZDF zu sehen sein. Die Sportrechteagentur stört es, dass die Sender unverschlüsselt sind. Dabei könnten sie ihr Satellitensignal begrenzen.

13 Millionen Menschen schauten am Sonntag das EM-Finale. Bei der Handball-WM im kommenden Jahr wird es keine freie Übertragung geben. dpa

Trotz guter Quoten

13 Millionen Menschen schauten am Sonntag das EM-Finale. Bei der Handball-WM im kommenden Jahr wird es keine freie Übertragung geben.

HamburgMan schrieb den 28. Januar 2015, als die deutsche Handballnationalmannschaft beim Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Katar dem Team der Gastgeber mit 24:26 unterlag. Mehr als die Niederlage schmerzte deutsche Handballfans aber, dass die meisten von ihnen das Spiel ebenso wenig live im TV sehen konnten wie die sechs vorangegangen WM-Begegnungen.

ARD und ZDF hatten sich mit der katarischen Sportrechteagentur Bein Sports nicht auf die Konditionen für die Übertragung der WM einigen können. In letzter Minute war zwar der Bezahlsender Sky eingesprungen. Doch weil die wenigsten Deutschen im Besitz eines Sky-Abos sind, saßen statt ein paar Millionen nur 560.000 Zuschauer während des WM-Viertelfinales vor dem Fernseher.

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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im Finale der Europameisterschaft noch einmal alles gegeben – und verdient gewonnen. Mit einem deutlichen Abstand von sieben Toren bezwang das Team die Gegner aus Spanien.

Ein Jahr später ist Deutschland Handball-Europameister. Knapp 13 Millionen Menschen verfolgten in der ARD am Sonntag das EM-Finale von Krakau, in dem die deutsche Mannschaft Spanien mit 24:17 besiegte. Doch es irrt, wer meint, angesichts dieses enormen Zuschauerzuspruchs würden ARD und ZDF gar nicht darum herumkommen, sich die Übertragungsrechte der WM 2017 in Frankreich zu sichern.

Zwar veröffentlichte das ZDF – offenbar in Absprache mit der ARD – am Montag eine Pressemitteilung, in der es hieß, beide Anstalten seien „mit Blick auf die Handball-WM weiter gesprächsbereit“. Aber ein paar Zeilen später wird deutlich, dass es da ein Problem gibt: „Die Zuschauerzahlen bei den Übertragungen aus Polen dokumentieren auch die Erwartungshaltung, dass große Handballereignisse frei empfangbar ausgestrahlt werden“, heißt es in der Meldung. Und weiter: „Nach den bisherigen Äußerungen wird dies vom Rechteinhaber nicht angestrebt.“

Im Prinzip geht es in den beiden verklausulierten Sätzen um dasselbe Problem, das ARD und ZDF 2015 bei der Handball-WM in Katar hatten. Auch für die WM 2017 hat sich Bein Sports die Rechte gesichert.

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