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25.01.2007

21:47 Uhr

Handball WM

Dänemark putzt Weltmeister Spanien

Ausgerechnet gegen Weltmeister Spanien hat Dänemark in der Hauptrunden-Gruppe zwei der Handball-WM mit einem 27:23 die ersten Punkte eingefahren. Olympiasieger Kroatien ist damit als einziges Team noch ohne Verlustpunkt.

Als erstes und bislang einziges Team hat Olympiasieger Kroatien den Sprung ins Viertelfinale der Handball-WM in Deutschland geschafft. Weltmeister Spanien, Island und Ungarn verpassten dagegen am zweiten Hauptrunden-Spieltag den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde.

Die Kroaten untermauerten vor 9 000 Zuschauern in Mannheim ihre Stellung als Titelfavorit und erreichten durch einen souveränen 25:18 (12:8)-Sieg gegen Ungarn als erstes Team die Runde der letzten Acht. Während der Olympiasieger den fünften Sieg im fünften Spiel feierte, musste das Überraschungsteam aus Ungarn die erste Pleite hinnehmen. Dennoch liegt der Vize-Weltmeister von 1986 in der Gruppe zwei mit vier Zählern weiter gut im Rennen.

Auch erste Niederlage für Island

Die Spanier kassierten derweil in Mannheim eine überraschende 23:27 (11:15)-Niederlage gegen Dänemark und damit wie auch die Isländer die erste Pleite im Turnier. Die Nord-Europäer verloren in der "deutschen" Gruppe eins in Halle 33:35 (14:12) gegen Polen. Europameister Frankreich, am Samstag nächster Gegner der deutschen Mannschaft, gab sich beim 33:19 (18:10) gegen Slowenien in Halle keine Blöße. Damit haben diese drei Teams ebenso wie die DHB-Auswahl, die 35:28 gegen Tunesien gewann, vor den letzten beiden Spieltagen 4:2 Punkte auf dem Konto.

Derweil meldete sich der dreimalige Olympiasieger Russland nach der 29:33-Niederlage gegen Spanien in der Gruppe zwei mit einem 30:26 (12:14) in Mannheim gegen Tschechien zurück und verbuchte damit die ersten beiden Punkte auf seinem Konto. Dagegen ist der Traum der Tschechen vom Erreichen der K.o.-Runde schon so gut wie geplatzt. Der Weltmeister von 1967, der im ersten Hauptrunden-Spiel den Ungarn mit 25:28 unterlegen war, steht vor den beiden ausstehenden Begegnungen weiter ohne Zähler da.

Bundesliga-Spieler überzeugen mit vielen Toren

Bei den Polen überzeugten der Magdeburger Karol Bielecki und Mariusz Jurasik von der SG Kronau-Östringen mit jeweils sieben Toren. Die Partie vor 5 900 Zuschauern in Halle stand ganz im Zeichen der Bundesliga. Neben den Trainern Alfred Gislason (Island/Gummersbach) und Bogdan Wenta (Polen/Magdeburg) standen gleich 15 Spieler in den Anfangsformationen der beiden Mannschaften auf dem Parkett, die in Deutschland unter Vertrag stehen. Zum Matchwinner avancierte Bielecki, der mit zwei Toren in Folge den polnischen Erfolg in der Schlussphase sicherstellte.

Bester Werfer für die Kroaten war Blazenko Lackovic von der SG Flensburg-Handewitt mit sechs Treffern. Überragend agierte zudem der Torwart Dragan Jerkovic. Bei den erstmals im Turnierverlauf enttäuschenden Ungarn war Gergö Ivancsik ebenfalls mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Den Tschechen halfen auch zehn Tore des Lemgoers Filip Jicha nicht weiter. Für die Russen war Eduard Kokscharow mit acht Treffern am erfolgreichsten. Bei den Dänen ragte der Flensburger Lars Christiansen mit sieben Treffern heraus.

© SID

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