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30.01.2007

08:59 Uhr

Handball WM

Deutsche Handballer sagen Spanien den Kampf an

Auch Titelverteidiger Spanien soll Deutschlands Handballern die Tour nicht vermasseln. "Mit dem Heimvorteil im Rücken muss uns erst einmal jemand schlagen. Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken und haben weiterhin ein Ziel: Weltmeister werden", erklärte Rechtsaußen Florian Kehrmann vor dem Viertelfinale gegen die Iberer am Dienstag in der mit knapp 19 000 Zuschauern seit Monaten ausverkauften Kölnarena (17.30 Uhr/live in der ARD).

Leistungsträger: Pascal Hens erzielte im Spiel gegen Slowenien allein neun Tore. Foto: ap Quelle: ap

Leistungsträger: Pascal Hens erzielte im Spiel gegen Slowenien allein neun Tore. Foto: ap

Angesichts von sechs Siegen in den bisherigen sieben WM-Partien gab sich selbst der ansonsten eher zurückhaltende Bundestrainer Heiner Brand optimistisch. "Wir haben durch den Erfolg gegen Frankreich gesehen, dass wir auch starke Mannschaften schlagen können", sagte der 54-Jährige vor der Abreise am Montagmittag aus der Sportschule Kaiserau ins neue Quartier in Wiehl bei Köln.

Locker wie bereits seit Beginn der WM ist der Ex-Nationalspieler auch vor dem ersten "Alles-oder-Nichts"-Spiel. "Was im Moment passiert, sehe ich als außergewöhnlich an. Wir schwimmen auf einer Welle der Euphorie. Diese WM hat meine Erwartungen übertroffen", lobte Brand die schwarz-rot-goldene Begeisterung rund um die Hallen: "Meine Mannschaft lebt von diesen Emotionen."

"Man fürchtet uns"

Auch die Tatsache, dass im Halbfinale in Olympiasieger Kroatien oder erneut Europameister Frankreich am Donnerstag der nächste Kracher warten könnte, schockt den nach vier Siegen in der Hauptrunde vor Selbstvertrauen strotzenden WM-Gastgeber nicht. "Der Titel ist für uns immer greifbar. Denn mittlerweile ist es doch so, dass keiner mehr gerne gegen uns spielt. Man fürchtet uns", begründete Routinier Christian Schwarzer (Lemgo) vor dem Prestigeduell gegen die Iberer die kollektive Zuversicht.

Im olympischen Viertelfinale von 2004 gegen Spanien gewann die deutsche Mannschaft eine schon verloren geglaubte Partie nach zweimaliger Verlängerung in einem unvergesslichen Krimi mit 2:0 im Siebenmeterwerfen (32:30) und holte am Ende Silber. "Das war eines meiner schönsten Spiele", erzählte Schwarzer, der damals neun Treffer erzielte. Das Olympia-Aus von Sydney 2000 in derselben Runde gegen denselben Gegner verdrängt "Blacky" dagegen erfolgreich. In der WM-Bilanz haben die Südeuropäer noch mit 3:2 Siegen die Nase vorne.

WM-Aus für Velyky

Allgegenwärtig bleibt weiterhin die Verletztenmisere. So wird Oleg Velyky bei der WM definitiv nicht zum Einsatz kommen. Der an einer Sehnenverletzung in der Fußsohle laborierende Rückraumspieler der SG Kronau-Östringen hatte nach einem Belastungstest am Montagabend in Wiehl wieder Schmerzen verspürt.

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