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28.01.2007

17:05 Uhr

Handball WM

Deutschland begeistert auch gegen Island

Das WM-Viertelfinale kann kommen: Ohne den verletzten Kapitän Markus Baur feierte das DHB-Team den vierten Sieg im vierten und abschließenden Hauptrundenspiel und tankte weiter Selbstvertrauen für das Viertelfinale am Dienstag, in dem es jetzt zu einem echten Schlagerspiel kommt.

Das WM-Viertelfinale kann kommen: Die deutsche Nationalmannschaft war auch im letzten Hauptrundenspiel gegen Island efolgreich. Ohne den verletzten Kapitän Markus Baur feierte das DHB-Team den vierten Sieg im vierten und abschließenden Hauptrundenspiel und tankte weiter Selbstvertrauen für das Viertelfinale am Dienstag. Der Gastgeber besiegte den EM-Siebten Island in Dortmund nach einer erneut starken Leistung mit 33:28 (17:11).

Allerdings beendete das Team von Bundestrainer Heiner Brand die Hauptrundengruppe I einen Tag nach der Gala gegen Europameister Frankreich (29:26) nur auf Platz zwei hinter Polen. Das Team von Trainer Bogdan Wenta sicherte sich in Halle den Gruppensieg durch einen 38:27 (17:13)-Erfolg gegen Slowenien.

Viertelfinalduell gegen Spanien

Im Viertelfinale kommt es für Gastgeber Deutschland am Dienstag um 17.30 Uhr in Köln nun zum Schlagerspiel gegen Weltmeister Spanien. Für die Iberer reichte es nach einer 28:29 (16:11)-Niederlage gegen Olympiasieger Kroatien in der Gruppe II nur zu Rang drei.

Vor 12 000 Zuschauern in der erneut ausverkauften Westfalenhalle besiegelten Pascal Hens (6 Tore), Michael Kraus und Dominik Klein (beide 5) den vierten Erfolg im vierten WM-Duell mit den vom Gummersbacher Trainer Alfred Gislason gecoachten Isländern. Für die mit acht Bundesliga-Legionären angetretenen Nordländer, die ebenfalls schon vor dem Spiel für die K.o.-Runde qualifiziert waren, traf Markus Michaelsson (10) am häufigsten.

Kraus ersetzt Baur glänzend

Die Brand-Sieben dort an, wo sie am Tag zuvor aufgehört hatte. Gestützt auf eine starke Abwehr mit dem wiederum herausragenden Keeper Henning Fritz (Kiel) setzten sich die Lokalmatadoren von 4:4 (10.) auf 15:7 (25.) ab - nicht zuletzt, weil Kraus den verletzten Baur auch diesmal glänzend ersetzte. Zudem kam bei den Isländern, bei denen über weite Strecken die Stars geschont wurden, der frühere Magdeburger Torjäger Olafur Stefansson nicht wie gewohnt zum Zug.

Auch nach dem Wechsel dominierte der Ex-Europameister das Geschehen und verteidigte seinen Vorsprung. Der für Fritz in der zweiten Halbzeit im Tor spielende Johannes Bitter (Magdeburg) zeigte ebenfalls eine gute Vorstellung und erklärte anschließend: "Wir wissen jetzt, dass keinen Einfluss hat, ob sich jemand verletzt. Jeder kann einspringen. Für ein Spiel, in dem es um nichts mehr ging, war es in Ordnung. In den letzten Minuten haben wir vielleicht nicht mehr alles gegeben, um Verletzungen zu vermeiden."

Zeit zum Regenerieren bleibt vor der Woche der Entscheidungen kaum. Nach einer weiteren Nacht in der Sportschule Kaiserau fährt die Mannschaft am Montagmittag nach Wiehl vor den Toren von Köln. In der 19 000 Zuschauer fassenden Kölnarena würden die Deutschen auch ein mögliches Halbfinale sowie Finale austragen.

© SID

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