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18.01.2007

16:09 Uhr

Handball WM

DHB-Auswahl will mit "überzeugendem Sieg" starten

Nach der intensiven WM-Vorbereitung können die deutschen Handballer den Startschuss kaum noch erwarten. Zum Auftakt heute gegen Brasilien in Berlin (17.30 Uhr/live im ZDF) soll ein überzeugender Sieg her.

Für die deutsche Handball-Nationalmannschaft beginnt heute bei der Heim-WM das "Projekt Gold 2007". "Das Kribbeln hat schon eingesetzt. In den letzten Tagen hat sich bei den Spielern die richtige Spannung aufgebaut. Jetzt freue ich mich, dass es losgeht", meinte Bundestrainer Heiner Brand vor dem Auftaktspiel gegen Panamerika-Meister Brasilien in Berlin (17.30 Uhr/live im ZDF).

Allerdings muss die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) zumindest in der Vorrunde Leistungsträger Velyky ersetzen. Brand verzichtete am Donnerstag bei der Nominierung seines 16-köpigen WM-Kaders wie erwartet auf den Rückraumspieler vom Bundesligisten SG Kronau-Östringen, der noch an den Folgen eines Sehnenanrisses in der linken Fußsohle laboriert.

Velyky darf noch auf WM-Einsatz hoffen

Doch der im Wartestand befindliche Velyky ("Es geht von Tag zu Tag besser"), dem inzwischen eine spezielle Einlegesohle angefertigt wurde, darf weiter auf seinen WM-Einsatz hoffen. Nach den Statuten des Weltverbandes IHF kann Brand sowohl nach der Vor- wie auch nach der Hauptrunde jeweils zwei Spieler austauschen. "Oleg arbeitet hart und will unbedingt spielen. Er ist für uns enorm wichtig. Was seinen Einsatz im weiteren Turnierverlauf angeht, bin ich nicht ganz so pessimistisch", erläuterte Brand.

Ansonsten hat sich die noch vor einer Woche bedenklich angespannte Personalsituation erheblich entspannt. Am Abschlusstraining am Nachmittag in der Max-Schmeling-Halle konnte lediglich Sorgenkind Velyky nicht teilnehmen. Die zuletzt leicht angeschlagenen Kreisläufer Andrej Klimovets (Kronau-Östringen) und Sebastian Preiß (Lemgo) sind indes ebenso wieder einsatzfähig wie der Hamburger Rückraumspieler Pascal Hens.

Kein Wunder, dass den Spielern die Vorfreude auf die erste WM der Handballer auf deutschem Boden seit 1982 deutlich anzumerken ist. "Es wird Zeit, dass es losgeht. Alle sind heiß und die Motivation ist riesig", berichtete Rechtsaußen Florian Kehrmann nach der Ankunft im schmucken Mannschaftshotel in der Friedrichstraße.

Makellose Bilanz gegen Brasilien

Doch trotz der bislang makellosen Bilanz gegen die Strandweltmeister aus Brasilien (5 Spiele, fünf Siege) warnte Brand seine Schützlinge vor dem Aufgalopp in der mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle. "Dieses Spiel ist wichtig. Wir gehören zu den Mitfavoriten, aber wir müssen diese Rolle auch mit Leben füllen", forderte der 131-malige Nationalspieler und sieht durchaus die Möglichkeit einer Übermotivation: "Die Gefahr ist wegen der Umstände schon gegeben. Es ist das Eröffnungsspiel und außerdem ist viel Prominenz in der Halle. Aber wir sind gut vorbereitet."

Auch Kapitän Markus Baur weiß um die Bedeutung des Auftakts gegen den mit Bundesliga-Legionär Renato Tupan Ruy (Wilhelmshaven) antretenden Außenseiter Brasilien. "Wichtig ist, dass wir mit einem überzeugenden Sieg ins Turnier starten. Dann können wir vor heimischem Publikum wirklich etwas ganz Großes erreichen", behauptete der Lemgoer Baur.

Die Statistik spricht für den Olympia-Zweiten von Athen: Seit dem WM-Triumph von 1978 hat das DHB-Team keines seiner Auftaktspiele bei Weltmeisterschaften verloren. Allerdings hat die deutsche Mannschaft die Samba-Handballer aus Brasilien nicht in bester Erinnerung: Beim 30:23-Sieg in der Vorrunde der WM 2005 in Tunesien enttäuschten die Deutschen. Auch deshalb nimmt Brand die Südamerikaner nicht auf die leichte Schulter. "Die Höhe des Sieges ist kein Thema. Ich bin zufrieden, wenn wir gewinnen", erklärte der 54-Jährige.

© SID

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