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25.01.2007

09:25 Uhr

Handball WM

DHB-Team feiert Sieg gegen Slowenien

Mit einem fantastischen Publikum im Rücken haben die deutschen Handballer das Viertelfinale wieder fest ins Visier genommen. Angeführt von einem wie entfesselt aufspielenden Pascal Hens gelang dem Team von Bundestrainer Heiner Brand ein überzeugender 35:29 (17:14) gegen Slowenien im ersten die Hauptrundenspiel. Damit gelang es der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), sich für die vor zwei Tagen erlittene Niederlage gegen Polen (25:27) zu rehabilitieren.

Pascal Hens erzielte im Spiel gegen Slowenien allein neun Tore. Foto: ap ap

Pascal Hens erzielte im Spiel gegen Slowenien allein neun Tore. Foto: ap

HALLE. Angeführt von "Kanonier" Pascal Hens (neun Tore/Hamburg) untermauerten die Lokalmatadoren in der Neuauflage des EM-Finals von 2004 ihre Titel-Ambitionen. Vor 11 000 Zuschauern im erneut ausverkauften Gerry-Weber-Stadion besiegelten neben Pascal Hens der ebenfalls starke Rechtsaußen Florian Kehrmann (8/Lemgo) sowie Torhüter Henning Fritz (Kiel) den zehnten Sieg im 15. Duell mit den Slowenen, die ihren überragenden Schützen in Siarhei Rutenka (11/5) hatten.

Mit dem Duell gegen Afrika-Meister Tunesien (30:36 gegen Island) am Donnerstag in Dortmund (16.30 Uhr/live im ZDF) steht die nächste Bewährungsprobe für die deutsche Mannschaft an. Weitere Gegner sind ebenfalls in der Westfalenhalle Europameister Frankreich am Samstag und Island am Sonntag.

Deckung und Pascal Hens als Garanten des Erfolges

Angefeuert von "Deutschland, Deutschland"-Rufen präsentierte sich die Brand-Sieben von Beginn an wesentlicher konzentrierter und bissiger als gegen Polen. Besonders die Deckung wurde zum Bollwerk und war Garant dafür, dass der Olympiazweite von 3:3 (5.) auf 10:5 (20.) davonzog. Im Angriff übernahm Rückraumspieler Hens wie gefordert Verantwortung und hatte bis zur Pause bereits sechs Treffer erzielt. Kurioserweise in Unterzahl zeigte sich die DHB-Auswahl bei ihrem vierten WM-Auftritt brandgefährlich.

Nach seinem Kurzeinsatz gegen Polen wurde der erst am Sonntag nachnominierte Christian Schwarzer (Lemgo) zum Schlüsselspieler. Da Abwehrchef Oliver Roggisch bereits in der 19. Minute das zweite Mal eine Zeitstrafe erhalten hatte, sprang der 37-Jährige für den Magdeburger in die Bresche. Gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Sebastian Preiß bildete der Stand-by-Nationalspieler fortan den Mittelblock, hinter dem auch Keeper Henning Fritz etliche Male glänzte.

Schwarzer behielt kühlen Kopf

Zudem nutzte "Blacky" Schwarzer im Angriff mit vier Treffern seine Chancen am Kreis. Selbst als die ohne den verletzten Bundesliga-Legionär Vid Kavticnik (Kiel) angetretenen Slowenen kurz nach der Pause auf 16:18 (34.) verkürzten, behielt der Ex-Europameister kühlen Kopf und zeigte seine mit Abstand beste Turnierphase.

Brand hatte seine Profis als Einstimmung auf "das erste von vier Endspielen" mit einer Videovorführung der Polen-Niederlage konfrontiert. Aufgrund der schwachen Chancenverwertung hatte der Weltmeister von 1978 mehr Konsequenz beim Ausspielen der Angriffe sowie eine größere Disziplin gefordert. Mut machte Kapitän Markus Baur die Tatsache, "dass es auch bei den anderen Favoriten bisher nicht nur rund lief."

Kampfansage von Tunesien

Mit dem Duell gegen Tunesien steht nach kurzer Regenerationsphase und der Anreise nach Dortmund am Donnerstag bereits der nächste Prüfstein an. Und der ebenfalls punktlos in die Vorrunde gestartete WM-Vierte von 2005 zeigt wenig Respekt vor den Gastgebern. "Das Niveau der beiden Teams ist fast gleich. Deutschland ist zwar Favorit, aber wir wollen gewinnen. Unser Ziel ist das Viertelfinale", betonte der tunesische Nationaltrainer Sead Hasanefendic, der zwischen 2002 und 2004 den VfL Gummersbach trainierte und damit ein Kenner der Bundesliga ist.

© SID

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