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24.01.2007

22:17 Uhr

Handball WM

Ein Quartett hat das WM-Viertelfinale vor Augen

Spanien, Kroatien, Island und Ungarn stehen schon mit einem Bein im Viertelfinale der Handball-WM. Für die punktlosen Russen und Dänen sieht es hingegen düster aus.

Island in der deutschen Gruppe 1 sowie Spanien, Kroatien und Ungarn in Gruppe zwei haben nach dem ersten Spieltag der Hauptrunde bereits vier Punkte auf ihrem Konto und stehen kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale der Handball-Weltmeisterschaft. Den noch punktlosen Russen und Dänen droht bei einer weiteren Niederlage im nächsten Gruppenspiel bereits das Aus.

Polen chancenlos gegen Frankreich

Jubeln durfte auch Europameister Frankreich wieder. Zwei Tage nach der 24:32-Pleite gegen Island zum Vorrundenabschluss setzte sich die "Equipe Tricolore" gegen den deutschen Bezwinger Polen mit 31:22 durch. Frankreich, am Samstag in Dortmund (16.30 Uhr) deutscher Gegner, hat damit in der Gruppe 1 wie Gastgeber Deutschland, Polen und Slowenien 2:2 Punkte auf dem Konto.

Den Franzosen gelang dabei das Kunststück, unmittelbar nach dem Wechsel innerhalb von neun Minuten aus einem 11:12-Rückstand eine 20:14-Führung zu machen. Herausragender Werfer beim Sieger war vor 8 000 Zuschauern in der Westfalenhalle Jerome Fernandez (6). Im Team des ehemaligen deutschen Nationalspielers Wenta, der in der Bundesliga auch den SC Magdeburg betreut, konnte Tomasz Tluczynski (5) die Niederlage nicht verhindern.

Hart kämpfen musste Island. Die Nordländer lagen gegen Afrika-Meister Tunesien (0:4 Punkte) lange Zeit klar zurück. Erst Mitte der zweiten Halbzeit ging Island in Führung und kam am Ende zu einem standesgemäßen 36:30-Erfolg gegen den kommenden deutschen Gegner (Donnerstag, 16.30 Uhr in Dortmund/live im ZDF).

Tunesier Hmam mit neun Treffern überragender Werfer

Vor 5 000 Zuschauern in der Westfalenhalle war Tunesiens Torjäger Wissem Hmam mit neun Treffern überragender Spieler auf dem Feld. Das isländische Team von Trainer Alfred Gislason, auch Coach des deutschen Rekordmeisters VfL Gummersbach, hatte im Ex-Magdeburger Olafur Stefansson (8) seinen besten Werfer. Gislason meinte nach der Partie: "Wir haben in der ersten Halbzeit unglaublich schlecht gespielt, ohne Defensive und ohne Torwart."

In der Gruppe 1 in Mannheim setzte sich Spanien beim 33:29 (17:15) gegen den dreimaligen Weltmeister Russland erst wenige Minuten vor Schluss entscheidend ab. Die Russen stehen damit wie Dänemark und Tschechien (alle 0:4) mit dem Rücken zur Wand.

Kroatien siegt nur knapp

Die Kroaten demonstrierten in einer hochklassigen Partie gegen den EM-Dritten Dänemark nur teilweise ihre Ausnahmestellung. Nach einer dauerhaften Führung mussten sie fünf Minuten vor Schluss sogar den Ausgleich hinnehmen, ehe sie den 28:26-Erfolg noch unter Dach und Fach brachten. Bester Werfer für die Kroaten war ihr Starspieler Ivano Balic mit neun Treffern. Bei den Dänen war Lasse Boesen mit sieben Toren am erfolgreichsten.

Ungarn gewann 28:25 (17:10) gegen Tschechien, geriet dabei aber nach einem 10-Tore-Vorsprung noch in Gefahr. Bei den Tschechen war Filip Jicha vom TBV Lemgo mit acht Toren bester Schütze.

© SID

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