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22.01.2007

19:50 Uhr

Handball WM

Europameister Frankreich stolpert gegen Island

Frankreich hat bei Handball-WM im letzten Spiel der Gruppe B eine böse Überraschung erlebt. Der Europameister verlor gegen Island 24:32 und geht mit zwei Minuspunkten in die Hauptrunde. Spanien blieb dagegen souverän.

Europameister Frankreich ist als erster Titelfavorit bei der Handball-WM in Deutschland ins Stolpern geraten. Die "Equipe tricolore" kassierte im abschließenden Spiel der Gruppe B in Magdeburg eine überraschend deutliche 24:32 (8: 18)-Pleite gegen Island.

Damit zieht die Mannschaft des Gummersbacher Bundesliga-Trainers Alfred Gislason mit zwei Zählern in die Hauptrunde ein, während die Franzosen in der "deutschen" Hauptrundengruppe I nun bereits mit zwei Minuspunkten belastet sind. Als ungeschlagener Gruppenerster komplettiert Slowenien sowie Tunesien diese Gruppe. Das direkte Duell entschied Slowenien 34:27 (16:14) für sich. Slowenien ist in einer Neuauflage des EM-Finals von 2004 auch erster Gegner der deutschen Mannschaft in der Hauptrunde am Mittwoch in Halle/Westfalen (17.30 Uhr/live in der ARD).

Spanien und Kroatien weiter ungeschlagen

Ungeschlagene Gruppenerste wurden Weltmeister Spanien und Olympiasieger Kroatien. Die Spanier gewannen in der Gruppe D im direkten Duell um den ersten Platz trotz wenig überzeugender Leistung 35:29 (19:15) gegen Tschechien. Die Kroaten setzten sich im entscheidenden Spiel 32:27 (16:11) gegen Ex-Weltmeister Russland durch. Dahinter nutzte Südkorea um den zweimaligen WM-Torschützenkönig Yoon Kyung-shin (4 Tore) vom HSV Hamburg auch ein 32:19 (14:9)-Erfolg über Marokko nicht zum Weiterkommen.

Als unbesiegter Gruppenerster geht auch die Überraschungsmannnschaft von Ungarn in die Hauptrunde. Nach den Erfolgen über den höher eingeschätzen WM-Dritten Dänemark und Norwegen bezwangen die Ungarn am letzten Spieltag der Gruppe E in Kiel Angola mit 34:31 (19:15). Der WM-Dritte Dänemark sicherte sich den zweiten Hauptrundenplatz durch ein 27:25 (15:13) im Nachbarschaftsduell vor "eigenem" Publikum in der mit 10 200 Zuschauern proppevollen Kieler Ostseehalle.

Französischer Fehlstart

Vor 7 200 Zuschauern in der Bördelandhalle erwischten die Franzosen einen katastrophalen Start und lagen nach sechs Minuten bereits 0:5 zurück. Auch in der Folgezeit lief nur wenig im Spiel des Favoriten. Nach 15 Minuten verließ Torhüter Thierry Omeyer entnervt sein Gehäuse, aber besser wurde es für sein Team damit nicht. Lediglich zu Beginn der zweiten Hälfte witterten die Franzosen noch einmal Morgenluft, als sie offensiver deckten und auf sieben Tore herankamen. Doch in der Folgezeit übernahmen die von vielen tausend heimischen Fans gefeierten Isländer wieder das Kommando.

© SID

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