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20.01.2007

18:05 Uhr

Handball WM

Favoriten geben sich keine Blöße

Topfavorit Kroatien ist mit einem klaren 35:22 (18:11) über Marokko in die Handball-WM in Deutschland gestartet. Auch Europameister Frankreich und Titelverteidiger Spanien gewannen zum Auftakt.

Die drei Topfavoriten sind bei der Handball-WM in Deutschland mit Siegen gestartet. Während Olympiasieger Kroatien beim 35:22 (18:11) gegen Marokko ebenso wenig Mühe hatte wie Europameister Frankreich beim 32:21 (17:8) gegen die Ukraine, stand ausgerechnet der Titelverteidiger vor einer Negativ-Überraschung. Spanien lag gegen Afrika-Meister Ägypten bis in die zweite Halbzeit hinein teilweise drei Tore in Rückstand, konnte das Blatt aber doch noch wenden und siegte am Ende 33:29 (16:16).

Überraschend mit einer Niederlage startete der EM-Dritte Dänemark ins Turnier. Gegen Ungarn vergab die Mannschaft des überragenden Flensburgers Lars Christiansen (10 Tore) einen Vier-Tore-Vorsprung in der Schlussphase (28:24) und musste sich am Ende vor 9 000 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Ostseehalle mit 29:30 (11:13) geschlagen geben.

Russland nur mit Remis gegen Südkorea

Einen ebenfalls überraschenden Punktverlust musste Russland hinnehmen. Der viermalige Olympiasieger und dreimalige Weltmeister lieferte sich in Stuttgart einen begeisternden Schlagabtausch mit Südkorea, der 32:32 (15:17) endete.

Unterdessen gelang dem deutschen Gruppengegner Polen der erwartete Sieg. Der WM-Dritte von 1982, am Montag in Halle/Westfalen (17.00 Uhr) letzter Kontrahent der Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand in der Gruppe C, setzte sich in Halle/Westfalen gegen den Panamerika-Zweiten Argentinien mit 29:15 (12:9) durch. Vor 6 500 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion überzeugten Mariusz Jurasik (SG Kronau-Östringen) und Tomasz Tluczynski (TSV Burgdorf) beim Sieger mit jeweils fünf Toren.

Kroaten mit lautstarker Unterstützung

Der zweimalige Olympiasieger Kroatien war in Stuttgart von rund 2000 heimischen Fans frenetisch angefeuert worden und geriet gegen Marokko nie in Gefahr. "Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Morgen erwartet und aber etwas anderes", sagte Kroatiens Coach Lino Cervar vor dem zweiten Gruppenspiel am Sonntag gegen Südkorea (18.00 Uhr). Nicht dabei war Kroatiens Abwehrspezialist Davor Dominikovic, der nach einer positiven A-Probe in Spanien auf das Ergebnis der B-Probe wartet.

Mit ihrem aggressiven Offensivspiel bereiteten die Ägypter Weltmeister Spanien von Beginn an viel Mühe. Bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit lag der WM-Vierte von 2001 permanent in Front, ehe den Iberern kurz vor der Pause zumindest der Ausgleich gelang. Doch auch nach dem Seitenwechsel erwischte der Zweite der Afrikameisterschaft den besseren Start und lag bis Mitte des zweiten Durchgangs in Front. Spanien ging erst eine Viertelstunde vor Spielende das erste Mal in Führung, gab diese aber bis zum Schluss nicht mehr ab.

Slowenien, Tschechien und Island mit Pflichtsiegen

Zu Pflichterfolgen auf dem angepeilten Weg in die Hauptrunde, für den mindestens Gruppenplatz zwei benötigt wird, kamen Slowenien, Tschechien und Island. Die Slowenen, Vize-Europameister von 2004, bezwangen Grönlands Exoten in Wetzlar 35:21 (17:9), Tschechien besiegte in Bremen Katar mit 37:23 (18:11) und Island feierte in Magdeburg einen 45:20 (26:9)-Kantersieg gegen Australien. Dabei war der Gummersbacher Gudjon Valur Sigurdsson mit 15 Treffern (1 Siebenmeter) der herausragende Schütze des Tages.

© SID

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