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28.01.2011

19:43 Uhr

Handball WM

Frankreich im WM-Finale gegen Dänemark

Titelverteidiger Frankreich steht nach einem 29:26 über Gastgeber Schweden erneut im Finale der Handball-WM. Dort trifft der Olympiasieger auf Dänemark, das Spanien 28:24 schlug.

Bertrand Gille steuerte acht Treffer zum Sieg bei. Foto: SID Images/AFP/Frank Fife SID

Bertrand Gille steuerte acht Treffer zum Sieg bei. Foto: SID Images/AFP/Frank Fife

Titelverteidiger Frankreich hat das Wintermärchen von Gastgeber Schweden bei der Handball-Weltmeisterschaft beendet und greift erneut nach der WM-Krone. Der Olympiasieger setzte sich im Halbfinale in Malmö mit 29:26 (15:12) gegen den Rekord-Europameister durch. Gegner der Franzosen im Finale am Sonntag in Malmö (17.00) ist Ex-Europameister Dänemark, der sich mit 28:24 (12:12) in Kristianstad gegen den ehemaligen Weltmeister Spanien durchsetzte. Die Iberer treffen ab 14.30 ebenfalls in Malmö im Spiel um Platz drei auf Schweden.

Beste Werfer vor 11 477 Zuschauern bei den mit drei Bundesliga-Legionären angetretenen Franzosen waren der Hamburger Bertrand Gille und Michael Guigou mit acht Toren. Bei Schweden erzielten Kim Ekdahl du Rietz, der Flensburger Oscar Carlen und Jonas Källmann jeweils fünf Tore.

Frankreich kontert guten Start der Gastgeber

"Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir wussten, dass es erst einmal wichtig ist, wenig Tore zu bekommen", meinte Gille, dessen acht Versuche alle im Tor landeten. Auch Carlen musste die Überlegenheit des Favoriten anerkennen: "Wir haben 60 Minuten gekämpft, aber Frankreich war besser. Für uns war es ein riesiger Schritt nach vorne. Es ist zehn Jahre her, dass eine schwedische Mannschaft im Halbfinale stand."

Lautstark angetrieben vom schwedischen Publikum erwischten die Gastgeber in der nicht ganz ausverkauften Arena den besseren Start und lagen nach sieben Minuten mit 4:2 in Führung. Doch die vor Selbstvertrauen strotzenden Franzosen ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem sicheren Kieler Torhüter Thierry Omeyer, der starken Abwehr und ihrer individuellen Klasse im Angriff warfen sie bis zur Pause eine Drei-Tore-Führung heraus.

Schweden gibt nicht auf

Auch nach dem Wechsel hatten die Franzosen die vom deutschen Schiedsrichter-Duo Lars Geipel/Marcus Helbig geleitete Begegnung im Griff und bauten ihren Vorsprung aus, auch wenn Schweden nie aufgab und in der 56. Minute noch einmal auf 23:25 verkürzte.

Kurzfristig konnten die Schweden auf Rückraum-Star Carlen zurückgreifen. Der Einsatz des Flensburgers war wegen einer Einblutung im Knie lange Zeit fraglich. Dafür fehlte dem viermaligen Weltmeister der Kieler Kim Andersson, der sich in der Hauptrunde im Spiel gegen Kroatien einen Mittelhandbruch zugezogen hatte und dem deutschen Meister vier bis fünf Wochen fehlen wird.

Europameister Frankreich greift damit am Sonntag nach dem nächsten Titel. Trainer Claude Onesta hatte schon vor der Begegnung betont, dass der Erfolgshunger immer noch nicht gestillt sei. "Wenn du eine Frau liebst, die sehr hübsch ist, willst du sie nicht nur einmal lieben, sondern immer wieder. Wenn du einen Titel gewonnen hast, willst du auch dieses Gefühl immer wieder haben", hatte Onesta erklärt.

© SID

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