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30.01.2007

08:52 Uhr

Handball WM

Olympiasieger Kroatien strotzt vor Selbstvertrauen

Vor dem heutigen WM-Viertelfinale gegen Frankreich strotzt das kroatische Team von Trainer Cervar vor Selbstbewusstsein. Polen gegen Russland sowie Island gegen Dänemark ermitteln zwei weitere Halbfinalisten.

Die Handballer von Olympiasieger Kroatien strotzen vor dem Schlagerspiel im WM-Viertelfinale gegen Europameister Frankreich vor Selbstvertrauen. "Wir sind reif für den Titel. Wir sind die beste Mannschaft und haben noch nicht unser Potenzial gezeigt", sagte der Kroate Blazenko Lackovic von der SG Flensburg-Handewitt vor der heutigen Partie gegen den Weltmeister von 2001 in Köln (20.00 Uhr). Das Top-Duell der vor der WM als Top-Favoriten auf den Titel gehandelten Teams überstrahlt die weiteren Begegnungen in der Runde der letzten acht Mannschaften. Dabei trifft das Überraschungsteam Polen auf den Olympia-Dritten Russland (17.30 Uhr in Hamburg), während es im Nordduell zum Vergleich zwischen dem EM-Dritten Dänemark und Island (20.00 Uhr in Hamburg) kommt.

Kroatien mit weißer Weste

Mit sieben Siegen aus sieben Spielen hat Kroatien als einziges Team bei der WM noch eine weiße Weste. Trainer Lino Cervar fand trotz der überzeugenden Auftritte seiner Mannschaft lobende Worte für den Gegner: "Frankreich ist eine ganz große Mannschaft." Wahrscheinlich hat Cervar dabei die vergangenen Begegnungen gegen die Franzosen noch im Hinterkopf. Im EM-Halbfinale 2006 mussten sich die Kroaten mit 23:29 geschlagen geben, beim Supercup 2005 gab es ebenfalls eine Niederlage in der Vorschlussrunde (26:33).

Der französische Trainer Claude Onesta bemüht nach den schwachen Auftritten seines Teams bei den Pleiten gegen Island (24:32) und Gastgeber Deutschland (26:29) daher die Vergangenheit. "Die vergangenen Turniere haben gezeigt, dass man die Qualifikation unbeschadet überstehen, dann aber trotzdem ausscheiden kann. Zuletzt haben wir Kroatien immer besiegt.". Vor dem überragenden Ivano Balic hat der 49-Jährige unterdessen großen Respekt: "Wenn es ein Rezept geben würde, um ihn auszuschalten, würde ich es für viel Geld an meine Trainerkollegen verkaufen. Es geht aber nicht darum Balic auszuschalten, sondern Kroatien zu besiegen."

Polen mit viel Selbstvertrauen

Sechs Siege aus sieben Spielen und Platz eins in der Hauptrunden-Gruppe I haben das Selbstvertrauen der Polen gestärkt. "Ich kann versichern, dass wir von Tag zu Tag stärker werden", erklärte Trainer Bogdan Wenta. Der Coach des Bundesligisten SC Magdeburg ist nach dem ersten WM-Viertelfinaleinzug seit 1982 von den Fähigkeiten seines Teams überzeugt. "Das wird ein echtes Endspiel. Aber wir glauben an uns. Jeder Spieler spürt, dass er ein wichtiger Teil der Gruppe ist", sagte Wenta, dessen Team bisher nur gegen die Franzosen verlor.

Gegner Russland qualifizierte sich erst am abschließenden Spieltag der Gruppe II durch einen Erfolg gegen Ungarn (26:25) für das Viertelfinale. "Wir müssen uns mehr bei Gott als bei irgendjemand anderem bedanken. Unsere Qualität ist einfach nicht so gut", meinte Trainer Wladimir Maximow zurückhaltend.

Dänemark sieht sich als Favorit

Der dänische Trainer Ulrik Wilbek weiß unterdessen ganz genau, was auf ihn zukommt. "Wir kennen unseren Gegner sehr gut. In den letzten fünf Spielen haben wir viermal unentschieden gespielt. Man muss also kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass es sehr eng werden wird", sagte Wilbek.

Mit mehr Zuversicht als sein Trainer geht Michael Knudsen von der SG Flensburg-Handewitt in die Partie. "Jetzt ist das Viertelfinale nicht mehr genug. Jetzt gilt es, unsere größere Erfahrung auszuspielen", meinte der Kreisläufer.

Während die dänischen Spieler sich als Favoriten sehen, gefällt sich Islands Trainer Alfred Gislason in der Außenseiterrolle. "Wenn wir ins Halbfinale kämen, wäre das eine Sensation. In Island ist ohnehin schon die Hölle los, aber dann würden die Leute total ausflippen", erklärte der Coach des deutschen Rekordmeisters VfL Gummersbach.

© SID

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