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12.01.2009

11:03 Uhr

Handball WM

Verletzter Kraus bangt um WM-Auftakt

Michael Kraus hat sich bei der Testspiel-Niederlage gegen Spanien einen Muskelfaserriss zugezogen. Der Spielmacher droht damit für den WM-Auftakt gegen Russland auszufallen.

Sorgen bei Michael Kraus. Foto: AFP SID

Sorgen bei Michael Kraus. Foto: AFP

Spielmacher Michael Kraus muss um seinen Einsatz im ersten WM-Spiel der deutschen Handballer am Samstag gegen Russland (17.30 Uhr/live bei RTL) bangen. Der Lemgoer erlitt bei der 17:28-Niederlage in der Generalprobe gegen Spanien am Sonntag eine Muskelfaserriss in der Wade. Das ergab eine Computertomographie am Montagabend in Göppingen.

Die Verletzung werde bis zum WM-Auftakt intensiv behandelt. Kraus wird auf jeden Fall am Mittwoch die Reise mit nach Kroatien antreten.

Der Lemgoer hatte erst am vergangenen Mittwoch im Abschiedsspiel für Markus Baur nach sechswöchiger Verletzungspause wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel sein Comeback gegeben. Die lange Pause war ihm bis zu seinem Ausscheiden auch in Spanien anzumerken.

Brand: "Ich werde mit 17 Spielern nach Kroatien reisen"

Um einen möglichen Ausfall von Kraus aufzufangen oder ihn gegebenenfalls entlasten zu können, wird Heiner Brand möglicherweise den Mindener Mittelmann Michael Haaß doch noch mit nach Kroatien nehmen. "Ich werde mit 17 Spielern nach Kroatien reisen. Das können die 17 Spieler sein, die mit in Spanien waren oder auch noch Michael Haaß, der dann für den Halblinken Sven-Sören Christophersen in den Kader rutschen würde", sagte Brand.

Auf der Kreisläuferpostion hat er sich unterdessen für den Großwallstädter Jens Tiedtke als zweiten Mann hinter Sebastian Preiß aus Lemgo entschieden. Tiedtke war bereits anstelle des Göppingers Manuel Späth mit zum Vier-Länder-Turnier nach Spanien gereist.

Dort erlebte der Nordhorner Rückraumspieler Holger Glandorf eine Schrecksekunde: In einem Zweikampf hatte er sich den Zeigefinger der rechten Hand ausgekugelt, ihn aber umgehend selbst wieder eingerenkt. "So etwas wirft mich nicht um", meinte Glandorf.

Bis eine Stunde vor der technischen Sitzung des Weltverbandes IHF am 16. Januar in Zagreb muss Brand mindestens 15 und höchstens 16 Akteure gemeldet haben. Nach der Vor- beziehungsweise Hauptrunde können jeweils noch zwei Spieler ausgetauscht werden. Diese müssen allerdings dem vor zwei Monaten bekannt gegebenen 28-köpfigen WM-Kader des Deutschen Handball-Bundes (DHB) angehören.

© SID

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