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29.09.2014

16:23 Uhr

Hattrick im Ryder Cup

Martin Kaymer lässt Europa jubeln

Europas Golf-Elite hat zum dritten Mal nacheinander den Ryder Cup gewonnen. Entscheidenden Anteil hatte Martin Kaymer, der einmal mehr seine Weltklasse bewies. Die USA warten nun seit 21 Jahren auswärts auf einen Erfolg.

Entscheidung am 16. Loch: So bejubelt Martin Kaymer den Chip, mit dem er den Amerikaner Bubba Watson im Einzel besiegte. ap

Entscheidung am 16. Loch: So bejubelt Martin Kaymer den Chip, mit dem er den Amerikaner Bubba Watson im Einzel besiegte.

GleneaglesDéjà vu für Martin Kaymer: Der 29-Jährige hat, wie bereits vor zwei Jahren, entscheidend zum europäischen Triumph beim prestigeträchtigen Ryder Cup beigetragen. Das europäische Golf-Team hat – auch dank Kaymers frühzeitigem Erfolg im Einzel – die USA mit fünf Punkten Vorsprung besiegt und damit den Hattrick im Ryder Cup geschafft.

2012 hatte Kaymer noch den entscheidenden Putt zum Turniergewinn versenkt, diesmal sicherte Jamie Donaldson den Titel. Nach einem brillanten Wedge des Walisers lag der Ball so nah am Loch, dass er den letzten Schlag gar nicht mehr ausführen musste. Der Endstand von 16,5:11,5 war mehr als deutlich.

Mit einem Eagle beendete Kaymer in Gala-Form sein Duell gegen Masters-Sieger Bubba Watson bereits am 16. Loch. „Das war mein bester Ryder Cup, solch eine Unterstützung habe ich noch nicht erfahren“, sagte der Profi-Golfer aus Mettmann nahe Düsseldorf. „Ich habe eine Kopfschmerztablette genommen, weil ich wusste, dass es laut wird.“ Mit einem eingechippten Ball beendete Kaymer sein Match, ballte die Faust und schrie seine Freude heraus – nicht nur ein Gänsehaut-Moment für ihn, wie ein Fan auf Twitter bezeugte.

„Es macht mich sehr stolz, das zu sehen“, sagte Vater Horst Kaymer, der zusammen mit Bruder Philipp stets an der Seite des US-Open-Champions marschierte. Der Weltranglisten-Zwölfte ging als sechster von zwölf Spielern auf den von 45 000 Zuschauern gesäumten PGA Centenary Course am Fuße der Highlands. Schon am frühen Morgen hatten sich die Golf-Fans auf den Tribünen die Sitzplätze gesichert und sich mit Gesängen eingestimmt.

Mit „Europe, Europe“-Rufen wurden die Profis am ersten Abschlag begrüßt. „Es gibt nur einen Martin Kaymer“, sangen die zahlreichen deutschen Anhänger. Kapitän Paul McGinley traute Kaymer eine entscheidende Rolle in den Einzeln zu – und wurde nicht enttäuscht. Auch der Weltranglistenerste Rory McIlroy, der Nordire Graeme McDowell und der Spanier Sergio Garcia konnten sich im Einzel jeweils gegen die Amerikaner durchsetzen.

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