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22.01.2010

15:08 Uhr

Hockey EM

Hockey-Damen vorzeitig im EM-Halbfinale

Die deutschen Hockey-Damen steuern bei der Hallen-EM Richtung Titelverteidigung. Nach Siegen über die Ukraine und Schottland machte das Team vorzeitig den Halbfinaleinzug perfekt.

Mit drei Treffern beste Torschützin: Anneke Böhmert. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Mit drei Treffern beste Torschützin: Anneke Böhmert. Foto: Bongarts/Getty Images

Eine historische Niederlage abgewendet und die Chancen auf den siebten Titel in Folge gewahrt: Die deutschen Hockey-Damen haben bei der Hallen-EM in Duisburg trotz anfänglicher Probleme ihre beiden ersten Gruppenspiele gewonnen und dürfen nach der vorzeitigen Qualifikation für das Halbfinale weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen.

In Abwesenheit aller A-Kaderspielerinnen, auf die der Deutsche Hockey-Bund (DHB) seit diesem Jahr bei Hallen-Turnieren verzichtet, schrammte das mit sechs Nationalmannschafts-Debütantinnen gespickte Team beim temporeichen und spannenden 8:7 (4:5) im Auftaktspiel gegen die Ukraine allerdings nur knapp an einer historischen Niederlage vorbei.

Erst am Ende der zweiten Halbzeit drehten die Deutschen durch Tore von Greta Gerke und Janina Totzke noch das Spiel und verhinderten so die erste EM-Pleite eines deutschen Damen-Teams seit der Finalniederlage bei der Europameisterschaft 1996 in Glasgow gegen England.

Im zweiten Spiel des Tages gegen Schottland präsentierte sich der Rekord-Europameister in allen Bereichen verbessert und holte sich mit einem 5:2 (3:1) den zweiten Sieg und die damit verbundene Qualifikation für das Halbfinale.

Abschließendes Gruppenspiel gegen Litauen

In der abschließenden Begegnung der Gruppe A spielen die Deutschen am Samstag (11.45 Uhr) gegen das bisher sieglose Litauen. Damit hat sich das DHB-Team automatisch die Teilnahme an der WM 2011 in Polen gesichert. Dazu mussten die Deutschen in Duisburg einen der ersten sechs Plätze erreichen.

"Natürlich bin ich erleichtert, aber freigespielt haben wir uns noch nicht", sagte Nationaltrainer Marc Herbert: "Unser Hauptproblem ist die fehlende Abstimmung, aber wir hatten auch nur zweieinhalb Tage Vorbereitung."

Auch Niederlande und Spanien unter den letzten Vier

Im Halbfinale steht dem jungen DHB-Team allerdings auf jeden Fall ein echter Härtetest bevor. In der Gruppe B unterstrichen Weltmeister Niederlande und Vize-Weltmeister Spanien bereits am ersten Tag ihre Titelambitionen eindrucksvoll.

Beide Mannschaften gewannen ihre Gruppenspiele gegen Polen und Weißrussland deutlich und qualifizierten sich vorzeitig für das Halbfinale. Am Samstag (10.50 Uhr) geht es bei der Neuauflage des WM-Finals von 2007 um den Gruppensieg.

Gegen die Ukraine hatten die Deutschen über weite Strecken des Spiels Probleme mit den schnellen gegnerischen Stürmerinnen. Darüber hinaus nutzten die Ukrainerinnen ihre Standardsituationen eiskalt aus. Alleine fünf Tore für die Osteuropäerinnen fielen nach Strafecken. Beste Torschützin des deutschen Teams war die Welt- und vierfache Europameisterin Anneke Böhmert mit sechs Treffern. Die Hamburgerin hat bereits angekündigt, ihre Karriere nach der Heim-EM zu beenden.

© SID

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