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30.01.2011

17:14 Uhr

Hockey National

Club an der Alster gewinnt Hamburger Finalderby

Der Club an der Alster ist neuer deutscher Hallenhockey-Meister der Männer. Im Stadtderby bezwang das Team von Coach Mahn den Uhlenhorster HC mit 15:14 nach Siebenmeterschießen.

Jonathan Fröschle trug vier Treffer zum Sieg des Clubs an der Alster bei. Foto: SID Images/pixathlon SID

Jonathan Fröschle trug vier Treffer zum Sieg des Clubs an der Alster bei. Foto: SID Images/pixathlon

Als der Uhlenhorster Patrick Breitenstein mit seinem Fehlschuss das dramatischste Hallenhockey-Finale seit Jahren entschied, gab es beim Club an der Alster kein Halten mehr: Der Champion von 2004 setzte sich im Hamburger Finalderby bei den 50. deutschen Meisterschaften in Duisburg gegen den bis dahin in dieser Saison ungeschlagenen Uhlenhorster HC mit 15:14 (8:8, 7:7, 3:3) nach Siebenmeterschießen durch. Zuvor hatten die Frauen des Berliner HC im Stadtderby den TuS Lichterfelde mit 5:3 (3:3, 1:2) nach Verlängerung niedergekämpft.

"Ich bin unglaublich stolz auf meine Truppe. Wir mussten in der Saison einige Tiefs verkraften, haben uns dann aber gesteigert. Die Mannschaft verfügt über einen unglaublichen Willen", sagte Alster-Coach Joachim Mahn. Der Wille zeigte sich in der Entscheidung vom Punkt, als die Alster-Spieler zunächst allesamt erfolgreich nachzogen. Ausgerechnet der UHC, mit insgesamt 156 Saisontoren treffsicherstes Team aller 24 Erstligisten, zeigte jedoch Nerven. Als siebter Schütze seines Teams setzte Breitenstein den Ball an die Latte. Nach seinem Fehlschuss konnte der Pechvogel nur konsterniert mit den Schultern zucken, während um ihn herum alle Dämme brachen.

Erstmals seit 1993 musste der Meister im Siebenmeterschießen ermittelt werden. In der regulären Spielzeit und in der Verlängerung hatten sich beide Mannschaften im ersten Hamburger Derby in einem DM-Finale seit 15 Jahren einen offenen Schlagaubtausch geliefert. Jonathan Fröschle war mit vier Treffern und zwei verwandelten Siebenmetern Mann des Spiels aufseiten des neuen Meisters. Weltmeister und Olympiasieger Moritz Fürste traf für den UHC zwar ebenfalls viermal, war aber untröstlich. "Ich glaube wir waren das leicht bessere Team, aber Alster hat trotzdem verdient gewonnen. Für uns ist das ein weiteres Kapitel unglücklicher Niederlagen. Das müssen wir erstmal verarbeiten."

Angeführt von Rekordnationalspielerin Natascha Keller hatten sich zuvor die Frauen des Berliner HC in ihrem zehnten DM-Finale zum fünften Titelgewinn gezittert. In einem spannenden, aber spielerisch mäßigen Endspiel setzte sich in der Verlängerung gegen den TuS, der bei seiner zweiten Endrunden-Teilnahme sein erstes Finale bestritt, die abgezocktere Mannschaft durch. "Die Erfahrung hat letztendlich den Ausschlag gegeben, dass es zum Titel gereicht hat", sagte BHC-Trainer Dennis Grueneberg, der nach dem Kraftakt sichtlich erleichtert wirkte.

Erleichtert war auch Keller, der in der Verlängerung Sekunden vor Schluss die Entscheidung zum 5:3 gelang. "Meister zu werden, ist immer wieder wunderbar", sagte Keller. "Wir haben es lange Jahre nicht geschafft. Umso schöner ist es, dass es endlich wieder geklappt hat." Der BHC hatte zuletzt vor elf Jahren die Meisterschaft in der Halle gewonnen. Neben Keller (35., 75.) trafen Anke Brockmann (34., 63.) und Britta Billmann (3.) für den Berliner HC. Sonja Dittbrenner (18.) und Kerstin Holm (22., 53.) ließen den TuS zumindest bis weit in die Verlängerung von der ersten Meisterschaft träumen.

© SID

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