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30.01.2010

08:30 Uhr

Hockey National

Hockey-Herren spielen ohne Stars um Hallen-Titel

Ohne die die Topstars geht ab heute in Berlin die DM-Endrunde im Hallenhockey über die Bühne. Die Nationalspieler bereiten sich bereits auf die Feld-Weltmeisterschaft vor.

In Berlin geht es um die Hallen-Titel. Foto: AFP SID

In Berlin geht es um die Hallen-Titel. Foto: AFP

Das deutsche Hallenhockey befindet sich weiter auf dem Rückzug. Die deutschen Meisterschaften der Männer am Wochenende in der Berliner Max-Schmeling-Halle müssen ohne Top-Akteure auskommen. Die Nationalspieler bereiten sich seit Freitag in Valencia auf die Feldhockey-WM in Neu Delhi (28. Februar bis 13. März 2010) vor.

"Für mich ist es schade, nicht dabei zu sein. Immerhin finden die Titelkämpfe in meiner Heimatstadt statt", sagt Martin Häner. Deutschlands Hockeyspieler des Jahres 2009 gehört zum Nationalkader und durfte seit Ende November nicht mehr in der Halle spielen. Dem Berliner HC fehlte er besonders im Viertelfinale, als sein Klub gegen den Rüsselsheimer RK ausschied.

Der Deutsche Hockey-Verband (DHB) hatte die Entwicklung selbst eingeleitet. In einer jüngsten Erklärung hieß es, dass künftig die Feld-Nationalspieler verpflichtet werden, für einen bestimmten Zeitraum nicht in der Halle zu spielen. "Es geht nicht anders", sagte Bundestrainer Markus Weise: "Der Weltverband hat die WM so früh terminiert, dass wir Prioritäten setzen mussten."

Die Gründe für die Ausrichtung des Verbandes sind finanzieller Natur. Die Förderung durch das Bundesinnenministerium (BMI) richtet sich allein nach den Ergebnissen auf dem Feld. Die Folgen fürs Hallenhockey sind fatal. Bei den Europameisterschaften in Duisburg vor einer Woche schieden die deutschen Damen erstmals bei einer EM im Halbfinale aus. Die Männer wurden bei den Titelkämpfen in den Niederlanden nur Fünfter.

U21-Weltmeister Häner hofft dennoch auf packende Finalspiele am Wochenende. "Ich denke, dass Mülheim und Rüsselsheim die besten Chancen auf den Einzug ins Finale haben. Die haben deutlich mehr Erfahrung als die Kontrahenten Mannheim und Harvestehude." Auch Bundestrainer Weise ist überzeugt: "Das werden interessante Meisterschaften."

In den Halbfinals treffen heute Uhlenhorst Mülheim und der Mannheimer HC (16.30 Uhr) aufeinander. Der Rüsselsheimer RK tritt im zweiten Semifinale gegen den Harvestehuder THC an (18.45 Uhr).

Die Frauen, die ihre deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende ebenfalls in der Schmeling-Halle ausrichten, treten in Bestbesetzung an. Mit dabei ist im Berliner HC auch eine Mannschaft aus die Ausrichter-Stadt. Allerdings muss der BHC in Natascha Keller und Barbara Vogel auf zwei wichtige Akteurinnen verzichten, weil sie diesen Winter in Spanien Feldhockey gespielt haben. Zum Auftakt der Halbfinals treffen heute Rot-Weiss Köln und der TSV Mannheim (12 Uhr) aufeinander. Es folgt die Partie zwischen dem Berliner HC und UHC Hamburg (14.15 Uhr).

© SID

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