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30.01.2010

13:48 Uhr

Hockey National

Mannheim dank Fanny Rinne im Finale gegen Hamburg

Im Finale um die Hallen-Meisterschaft trifft der TSV Mannheim auf den UHC Hamburg. Fanny Rinne sorgte mit zwei Treffern gegen Rot-Weiß Köln für den Endspiel-Einzug des TSV.

Fanny Rinne, Kapitänin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, hat Mannheim ins Finale geführt. Foto: AFP SID

Fanny Rinne, Kapitänin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, hat Mannheim ins Finale geführt. Foto: AFP

Sekunden vor der Schlusssirene riss Fanny Rinne die Arme in die Höhe und hüpfte vor Freude in die Luft. Durch ein 4: drei über Rot-Weiß Köln zog die Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft mit dem TSV Mannheim ins Finale der deutschen Hallen-Meisterschaften ein und durfte weiter ihren großen Traum träumen.

"Das ist wunderbar", sagte die 29-Jährige, die zu Deutschlands populärsten Hockey-Spielerinnen gehört: "Ich habe schon so viele internationale Titel geholt, doch deutsche Meisterin war ich noch nie." 2004 hatte die gebürtige Mannheimerin in Athen mit der deutschen Nationalmannschaft olympisches Gold gewonnen.

Mit ihren Toren zum 1:0 und 2:1 hatte die Mittelfeldspielerin im Halbfinale den Grundstein zum Sieg gelegt und ihr Team ins Finale am Sonntag (11.30 Uhr) geführt. Dort treffen die Kurpfälzerinnen auf den deutschen Feldhockey-Meister UHC Hamburg, der sein Halbfinale gegen den Berliner HC mit 8:4 gewann.

"Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen. Dann wäre es nicht so spannend geworden", sagte Rinne hinterher. Ihr Team konnte sich bei Torfrau Claudia Mößner bedanken, die beim Stande von 3:2 einen Siebenmeter von Kölns Tina Schütze gehalten hatte. Neben Rinne trafen Sarah Heller und Carmen Kindel für Mannheim.

"Sie ist total wichtig für uns"

"Fanny Rinne ist bei uns die absolute Führungsspielerin", sagte Mannheims Trainer Uli Weise voll des Lobes über seine Regisseurin. "Im Spiel hat Fanny auf jede Situation eine Antwort. Sie ist total wichtig für uns", sagte Weise über die dreimalige Olympia-Teilnehmerin.

Seit dem 1. August des vergangenen Jahres spielt Rinne wieder für ihren Stammverein TSV Mannheim, den sie 2006 für drei Jahre verlassen hatte. Erst heuerte sie für eine Spielzeit beim nationalen Konkurrenten Berliner HC an, dann ging sie für zwei Jahre in der niederländischen Liga für Den Haag auf Torejagd. "Nach ihrer Rückkehr gab es überhaupt keine Probleme. Sie kannte in Mannheim ihre Mitspielerinnen noch aus gemeinsamen Jugendtagen", sagte Weise.

Der Klub profitierte vom Heimweh der Fanny Rinne. Mit 29 Jahren hat sie längst an die Zeit nach dem Sport gedacht und eine Halbtagsstelle in der Marketing-Branche angetreten. Damit dürfte sie auch ihre sportliche Karriere beim TSV ausklingen lassen und noch weitere Chancen auf einen DM-Sieg erhalten, falls es am Sonntag doch nicht klappen sollte.

Auch bei den Männern gab Mannheim den Ton an. Aufsteiger Mannheimer HC gewann sein Halbfinale gegen Uhlenhorst Mülheim überraschend deutlich mit 13:6 und zog ins Finale am Sonntag (14.30 Uhr) ein. Der MHC hatte in dem fünfmaligen Torschützen Stephan Bernatek den überragenden Spieler in seinen Reihen. Finalgegner ist der Harvestehuder THC, der sich im Halbfinale gegen den Rüsselsheimer RK 9:4 durchsetzte.

© SID

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