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30.01.2005

19:45 Uhr

Kahn: „Das war nicht Fisch und nicht Fleisch, spielerisch etwas dünn“

FC Bayern nutzt Patzer der Verfolger nicht

Einen Tag nach den Niederlagen der Verfolger FC Schalke 04 und VfB Stuttgart kam der deutsche Rekordmeister FC Bayern bei Hertha BSC über ein 0:0 nicht hinaus und verpasste es, sich in der Tabelle deutlich abzusetzen.

Oliver Kahn (r.) kämpft mit Niko Kovac um den Ball. Foto: dpa

Oliver Kahn (r.) kämpft mit Niko Kovac um den Ball. Foto: dpa

HB BERLIN. Bei klirrender Kälte sahen die 74 500 Zuschauer im erstmals seit dem Umbau bei einem Hertha-Heimspiel ausverkauften Olympiastadion über weite Strecken eine unansehnliche Partie, in der die Abwehrreihen dominierten. Damit hielten für beide Teams die Serien: Die Münchner sind seit acht, die Berliner sogar seit neun Spielen unbesiegt. Am Samstag beim FSV Mainz 05 aber muss der Hauptstadt-Club ohne seinen wegen der 5. Gelben Karte gesperrten Spielmacher Marcelinho auskommen.

"Das war nicht Fisch und nicht Fleisch, spielerisch etwas dünn", brachte Nationaltorhüter Oliver Kahn das Geschehen auf den Punkt und räumte ein, dass man sich mehr ausgerechnet hatte. "Wenn es nicht optimal läuft, muss man wenigstens einen Punkt holen. Das haben wir geschafft, aber wir können trotzdem nicht zufrieden sein." Sein Berliner Torwart-Kollege Christian Fiedler urteilte: "Es gab zuviele Fouls und Unterbrechungen. Deshalb kam kein Spielfluss und kein Rhythmus zu Stande."

Hertha-Trainer Falko Götz beließ die Stammspieler Josip Simunic und Nando Rafael, die vom Nachrichtenmagazin Focus mit dem Wettskandal um Robert Hoyzer in Verbindung gebracht worden waren, in der Anfangself. Abwehrspieler Alexander Madlung gehörte als Reservist ebenfalls zum Kader.

Während die Bayern schwer ins Spiel fanden, hatte Hertha bereits in der Anfangsphase gute Szenen. In der 8. Minute feierten die Fans sogar das vermeintliche 1:0 durch Gilberto, das der gute Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) wegen einer Abseitsstellung von Giuseppe Reine aber zurecht nicht anerkannte.

Nach rund 20 Minuten aber hatte sich der FC Bayern auf die überraschend offensive Aufstellung der Gastgeber, die in der Abwehr lediglich eine Dreierkette aufboten, eingestellt. Allerdings mühte sich das Kreativzentrum um Mehmet Scholl vergeblich um einen konstruktiven Aufbau. Nur einmal wurde es für die Hertha in der ersten Halbzeit gefährlich, als Roy Makaay aus spitzem Winkel am reaktionsschnellen Fiedler scheiterte.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde die von beiden Seiten intensiv geführte Partie spielerisch nicht besser. Die Bayern erarbeiteten sich zwar Feldvorteile. Die torgefährlichere Mannschaft blieben aber die Gastgeber, die aber aus ihren wenigen Chancen kein Kapital schlugen. Die größte Möglichkeit hatte Nando Rafael, als er ein tolles Zuspiel von Marcelinho verstolperte. Auf der Gegenseite landete elf Minuten vor Schluss ein fulminanter 30-Meter-Schuss von Owen Hargreaves am Pfosten.

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