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19.10.2012

10:42 Uhr

Kanadische Eishockey-Liga

Spielausfälle wegen Tarifstreit in NHL

Im Tarifstreit der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL drohen weitere Spiele auszufallen. Bei einem Treffen zwischen Liga und Spielergewerkschaft NHLPA könnten sich die Verhandlungsparteien noch immer nicht einigen.

Stillstand auf dem Eis: Schleppend gehen die Tarifverhandlungen der NHL voran. dapd

Stillstand auf dem Eis: Schleppend gehen die Tarifverhandlungen der NHL voran.

TorontoIm Tarifstreit der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL drohen weitere Spiele auszufallen. Bei einem Treffen zwischen Liga und Spielergewerkschaft NHLPA lehnten die Teambesitzer am Donnerstag (Ortszeit) in Toronto gleich drei Vorschläge der Gegenseite ab. Liga-Commissioner Gary Bettmann bezeichnete den Ausgang der Gespräche als „Rückschritt“.

Die NHLPA-Offerten waren ein Gegenvorschlag zum zu Wochenbeginn unterbreiteten Liga-Angebot. Dieses sah vor, die jährlichen Gesamteinnahmen von 3,3 Milliarden Dollar zu teilen, bei einer Vertragsunterzeichnung bis zum 25. Oktober die neue Saison am 2. November zu beginnen und sämtliche 82 Spieltage auszutragen. Die Liga betonte, dass keine der drei Offerten den Besitzern eine 50:50-Lösung garantiert hätte.

„Ich bin besorgt, wir kommen nicht voran“, betonte Bettman. Man sei gekommen, in der Hoffnung, durch die Offerten schnell einen Fortschritt zu machen, meinte Pittsburgh Penguins-Kapitän Sidney Crosby. „Aber es sieht nicht gut aus.“

Bislang standen den seit Mitte September ausgesperrten rund 700 NHL-Profis 57 Prozent der Einnahmen zu. NHLPA-Geschäftsführer Donald Fehr hob hervor, dass die Spieler in den kommenden fünf Jahren 1,8 Milliarden Dollar an Gehalt verlieren, wenn sie dem Angebot der Eigner zustimmen würden.

Weitere Treffen beider Seiten sind vorerst nicht geplant. Somit droht demnächst die Streichung weiterer Partien. Ursprünglich sollte die neue Spielzeit bereits am 11. Oktober beginnen. Aufgrund des Tarifstreits sind 82 Partien der ersten beiden Saisonwochen bis zum 24. Oktober abgesagt worden.

Von

dpa

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