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18.01.2006

09:20 Uhr

Kein Grund zur Sorge

„Wir brauchen nur Schnee und Rocca“

VonKatharina Kort

In drei Wochen beginnen die Olympischen Winterspiele in Turin, und nichts ist fertig. Die Organisatoren lassen sich aber nicht aus der Ruhe bringen.

Das Logo der Winterspiele in Turin. Foto: dpa

Das Logo der Winterspiele in Turin. Foto: dpa

HB MAILAND. Ein großer Absperrzaun riegelt das Gelände vor dem Hauptbahnhof Porta Nuova ab, wo noch der Eingang zur neuen U-Bahn gebaut wird. Die Piazza San Carlo im Herzen der Stadt dominieren Planierraupen und Laster.

Die Olympia-Stadt Turin gleicht drei Wochen vor Beginn der Winterspiele noch einer riesigen Baustelle. Und so dürfte es nicht nur bei den Wettkämpfen um die letzten Hundertstel gehen, auch bei den Bauarbeiten sieht alles nach einer Punktlandung aus. Allein, die Italiener nehmen das Bauchaos gelassen. Turins Bürgermeister Sergio Chiamparino sieht in dem Endspurt sogar Vorteile, denn mit zu viel Vorlauf riskiere man, die Verschönerungsarbeiten doppelt machen zu müssen: "Eine Dame, die ins Theater geht, duscht sich ja auch erst und legt erst dann das Make-Up auf."

Die meisten Großbaustellen werden zu Beginn der Winterspiele am 10. Februar fertig sein, sagt Chiamparino.

Wenigstens von der Zuschauerfront konnte er Entspannung vermelden: 81 Prozent der Karten seien bereits verkauft. Diese überraschende Zahl gab das Organisationskomitee Toroc gestern bekannt, nachdem erst kürzlich noch eine Verkaufsquote von 50 Prozent gemeldet worden war. Allerdings gebe es noch Karten für fast alle Sportarten, sagt Toroc-Direktor Cesare Vaciago. Nur Eishockey und Eiskunstlauf seien nahezu ausverkauft. Die Toroc-Vertreter vergleichen die Lage gern deshalb gern mit den Olympischen Sommerspielen in Athen. Dort hätten viele Zuschauer auch erst während der Spiele ihre Karten gekauft.

Spannend bis zum Schluss blieb auch die Finanzierung der Spiele. Denn die Regierung hat die staatlichen Zuschüsse kurz vor Weihnachten im neuen Haushalt um 64 Mill. Euro gekürzt. Nun sollen aber Einnahmen einer Glücksspiellotterie in Höhe von mindestens 24 Mill. Euro und weitere 30 Mill. Euro von der Stadt Turin und der Region Piemont die Lücke stopfen. Das Budget für 2006 hat das Organisationskomitee erst diese Woche verabschiedet.

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