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31.07.2015

17:09 Uhr

Kira Grünberg

Stabhochspringerin nach Sturz querschnittsgelähmt

Einmal mehr wird deutlich, wie gefährlich Stabhochsprung ist: Österreichs Leichtathletik-Hoffnung Kira Grünberg hat sich beim Training verletzt und muss künftig im Rollstuhl sitzen. Nun wird über Sicherheit diskutiert.

Die 21-Jährige, die sich sogar von Turn-Star Fabian Hambüchen Tipps holte, hat sich am Donnerstag bei einem Übungssprung vor den Augen ihres Vaters und Trainers den Halswirbel gebrochen. dpa

Kira Grünberg

Die 21-Jährige, die sich sogar von Turn-Star Fabian Hambüchen Tipps holte, hat sich am Donnerstag bei einem Übungssprung vor den Augen ihres Vaters und Trainers den Halswirbel gebrochen.

InnsbruckKira Grünberg galt in Österreich als kommender Leichtathletik-Star, nach einem schweren Trainingsunfall ist die Stabhochspringerin jetzt querschnittsgelähmt. Die 21-Jährige, die sich sogar von Turn-Star Fabian Hambüchen Tipps holte, hat sich am Donnerstag bei einem Übungssprung vor den Augen ihres Vaters und Trainers den Halswirbel gebrochen. Die schockierende Diagnose teilte der Verband am Morgen nach der Operation in Innsbruck mit. „Kira, die ganze Leichtathletik- und Sportfamilie ist in Gedanken bei Dir und Deiner Familie“, schrieb der ÖLV auf seiner Internetseite.

„Der Erhalt der Lebensfunktionen“ sei primäres Ziel der Operation gewesen, sagte Grünbergs Manager Thomas Herzog der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Was die Diagnose der Querschnittslähmung betreffe, sei „von keinem positiveren Verlauf“ auszugehen. An eine Fortsetzung der Karriere sei nicht zu denken. „Der Weg, der auf Kira wartet, ist ein anderer, langer, schwieriger.“

Einmal mehr wurde auf tragische Weise deutlich, wie gefährlich der Stabhochsprung ist. „100-prozentige Sicherheit kann es beim Stabhochsprung leider nie geben. Das ist ein Sport, zu dem eine Risikokomponente gehört“, sagte Herbert Czingon, Teilzeittrainer von Kira Grünberg und früherer Bundestrainer der deutschen Leichtathleten, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Zu Beginn der 2000er-Jahre schreckten sogar mehrere tödliche Unfälle in den USA die Sportwelt auf. 2009 verunglückte ein 19 Jahre alter College-Student beim Training. 2008 gab es an einer High School einen ähnlichen tödlichen Unfall. Vor 13 Jahren wurde an amerikanischen Hochschulen nach drei Todesfällen in nur sieben Wochen die Helmpflicht eingeführt.

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