Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2005

09:20 Uhr

Klinsmann erhöht vor Partie gegen Argentinien den Druck

Traum vom offiziellen Debüt

Das Schalker Jungtalent Christian Pander findet Gefallen am DFB-Trikot - eine erneute Einladung ist jedoch noch offen.

Christian Pander durfte beim Benefizspiel erstmals das Trikot der A-Nationalmannschaft tragen. Foto: dpa

Christian Pander durfte beim Benefizspiel erstmals das Trikot der A-Nationalmannschaft tragen. Foto: dpa

GELSENKIRCHEN. Noch nie war Jürgen Klinsmann das Ergebnis seiner Nationalmannschaft so egal wie am Dienstag. Viel wichtiger als das 2:2-Unentschieden gegen die internationale Bundesliga-Auswahl war ihm, dass 51 904 Zuschauer in der Arena AufSchalke waren und rund 4,5 Millionen Euro für die Flutopfer in Südostasien zusammenkamen.

Während Mannschaftskapitän Michael Ballack im Anschluss forderte, jährlich ein Benefizspiel zu veranstalten, weil "nicht erst etwas passieren muss, um zu helfen", hatte für einen seiner Teamkollegen die Begegnung einen besonderen Stellenwert: Christian Pander.

Für den 21-jährigen Schalker war das inoffizielle Debüt im DFB-Trikot "eine Riesensache. Jetzt habe ich es in der Hand "mich mit meiner Leistung im Verein für das Länderspiel gegen Argentinien zu empfehlen". Klinsmann ließ sich bislang aber zu keiner Aussage hinreißen. "Wir geben Christian ein Lob, aber das Sportliche konnte man heute nicht in Betracht ziehen", urteilte er nach der Dienstagspartie. Er werde "sehr genau überprüfen", wen er für das Spiel gegen den zweifachen Weltmeister einlädt. Über das Ziel ist er sich hingegen schon im Klaren: "Wir wollen Argentinien schlagen", verkündete er. Schließlich sei es ein wichtiger Test im Hinblick auf den Confederations Cup (15. bis 29 Juni) und "das erste große Highlight" im neuen Jahr.

Die Sichtungs- und Experimentierphase bezeichnete Klinsmann als abgeschlossen. Somit wird die Nominierung zeigen, wer derzeit am höchsten im Kurs steht - und damit schon gute Chancen hat, bei der WM 2006 aufzulaufen. Mit der bevorstehenden Partie am 9. Februar im neuen Düsseldorfer Stadion gegen Argentinien soll die lange Durststrecke gegen große Fußball-Nationen beendet werden.

Vier Jahre und vier Monate liegt der letzte Sieg gegen eine Top-Nation zurück. Am 7. Oktober 2000 hatte die DFB-Auswahl unter Rudi Völler im Londoner Wembleystadion England mit 1:0 besiegt. Diese Negativserie müsste enden, um nach dem verheißungsvollen Neubeginn unter Klinsmann die Titel-Ambitionen für die Heim-WM 2006 realistisch erscheinen zu lassen.

Quelle: News

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×