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25.04.2015

09:31 Uhr

Klitschko kämpft in New York

„Kein Gegner der Welt hat eine Chance gegen mich“

VonRoman Tyborski

Nach sieben Jahren boxt Wladimir Klitschko wieder in den USA. In New York tritt er gegen den Amerikaner Jennings an. Dabei geht es um drei Weltmeistergürtel – und um die Zukunft des Schwergewichtsboxens in den USA.

Weltmeister-Titelverteidiung

Klitschko vor Kampf: "Jennings fehlt nötige Erfahrung"

Weltmeister-Titelverteidiung : Klitschko vor Kampf: "Jennings fehlt nötige Erfahrung"

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Wenn am 25. April im Madison Square Garden in New York wieder der berühmte Satz „Let's get ready to rumble“ ertönt, wird es nicht weniger als um die Zukunft des Schwergewichtsboxens in den USA gehen. Wladimir Klitschko wird nach siebenjähriger Abstinenz gegen den Amerikaner Bryan Jennings in den USA kämpfen.

Es werden 19.000 Zuschauer in der legendären Boxarena des Madison Square Garden erwartet. „Für jeden Boxer ist es ein Ritterschlag, dort in den Ring zu steigen. Alle großen Schwergewichtler haben dort geboxt – von Jack Dempsey, Max Schmeling, Joe Louis, Muhammad Ali, Joe Frazier bis hin zu Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis. Diese Arena besitzt ein einmaliges Flair“, sagt Klitschko, Weltmeister nach WBO, IBF und WBA.

Doch wie man an der Aufzählung der berühmten Boxer ablesen kann, ist es schon eine Weile her, dass ein großen Schwergewichtler für die USA geboxt hat. Der letzte war Mike Tyson. Und genau hier liegt das Problem der „Königsklasse“ des Boxens. In den USA interessiert sich kaum noch jemand fürs Schwergewicht. Und das ist auch jetzt nicht anders.

Das ist Wladimir Klitschko

Geburt

Wladimir Wladimirowitsch Klitschko wurde als Sohn des ukrainischen Offiziers der Sowjetarmee Wladimir Rodionowitsch Klitschko am 25. März 1976 in Semei in Kasachstan geboren.

Titel

Er ist aktueller Box-Weltmeister im Schwergewicht nach Version der IBF, WBO, WBA und IBO. Zudem hält er derzeit den vom Ring Magazine vergebenen Titel als bester Schwergewichtsboxer.

Familie

Er ist der jüngere Bruder von Vitali Klitschko.

Studium

Klitschko studierte Sportwissenschaft und Philosophie an der Pädagogischen Universität Hryhorij Skoworoda im ukrainischen Perejaslaw-Chmelnyzkyj. 2001 erfolgte an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew seine Promotion in Sportwissenschaft. Das Thema seiner Dissertation war Pädagogische Kontrolle im Sport.

Privatleben

Von 1996 bis 1998 war Klitschko mit Alexandra Klitschko verheiratet. Von Januar 2010 bis Mai 2011 war er mit der Schauspielerin Hayden Panettiere liiert. 2013 erneuerten sie ihre Liaison. Im Oktober 2013 wurde die Verlobung der beiden bestätigt. Im Dezember 2014 wurden Klitschko und Panettiere Eltern einer Tochter.

Klitschkos Kampf gegen Jennings steht nämlich absolut im Schatten des „Jahrhundertfights“ der Weltergewichtler Floyd Mayweather gegen Manny Pacquiao am 2. Mai in Las Vegas. Das erkennt man auch an den Ticketpreisen. Während es für den Mayweather-Fight nur noch Tickets auf dem Sekundärmarkt zu kaufen gibt und die auch nicht für unter 4000 Dollar zu bekommen sind, gibt es für den Klitschko-Kampf noch Restkarten zum „Schnäppchenpreis“ von 100 Dollar. Zu Zeiten von Ali oder Tyson wäre ein solcher Preisunterschied zwischen dem Weltergewicht und dem „Flaggschiff des Boxens“ undenkbar gewesen.

Der Schwergewichtsweltmeister ist allerdings nicht neidisch auf den großen Rummel um den Mayweather-Kampf – im Gegenteil. „Ich freue mich, dass so ein Event mit so viel Aufmerksamkeit und so viel Geld im Boxsport passiert. Ich glaube, das macht den Boxsport attraktiver, interessanter, angesagter“, sagte der Box-Champion dem TV-Sender RTL.

„Seit dem letzten Sieg 2008 gegen WBO-Weltmeister Ibragimow hatte ich schon gedacht, ich werde nicht mehr nach New York zurückkehren“, erklärte der jüngere der Klitschko-Brüder in einem Interview im Vorfeld des Kampfes. Genau zu der Zeit begann sich die Schwergewichtsszene zu verändern. Immer mehr Boxer aus dem „Osten“ begannen sich im Ring zu messen, während es in USA immer mehr zum Ultimate Fighting und in kleinere Gewichtsklassen hinzog.

Ob sich das mit dem Kampf gegen Bryant Jennings ändert, bleibt abzuwarten. Der Amerikaner wird aller Voraussicht nach kaum eine Chance gegen den sieben Zentimeter größeren Ukrainer haben. Denn mit gerade einmal 19 Profikämpfen ist sein Kampfkonto noch recht dünn. Außerdem waren bei den bisherigen Duellen keine Hochkaräter dabei.

Jennings gibt sich dennoch kämpferisch. „Ich bin aggressiv. Das ist der Kampfstil, den Klitschko hasst. Gegen diesen hat er drei Mal verloren. Wenn ich ihn treffe, wird es für ihn zu spät sein“, sagte der in 19 Kämpfen unbesiegte 30-Jährige der „Sport Bild“.

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