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30.05.2014

20:20 Uhr

LA Clippers

Ballmer gewinnt Milliardenschlacht um NBA-Team

Zwei Milliarden Dollar für ein Basketball-Team. Der Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer hat die Bieterschlacht um die LA Clippers für sich entschieden. Die Eigentümer und der Verband NBA müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Steve Ballmer, damals noch Microsoft-Chef, schüttelt im Januar 2014 die Hand des früheren NBA-Spielers Bill Russell. Bald dürfte Ballmer selbst ein Basketball-Team besitzen. ap

Steve Ballmer, damals noch Microsoft-Chef, schüttelt im Januar 2014 die Hand des früheren NBA-Spielers Bill Russell. Bald dürfte Ballmer selbst ein Basketball-Team besitzen.

Los Angeles Der frühere Microsoft-Chef Steve Ballmer soll neuer Besitzer des amerikanischen Basketball-Teams Los Angeles Clippers werden. Auf die Rekordsumme von 2 Milliarden US-Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) hat sich Shelly Sterling mit dem 58-Jährigen geeinigt. Ihr Ehemann Donald Sterling muss dem Deal allerdings noch zustimmen. Der 50-Prozent-Anteilseigner ist wegen des Rassismus-Skandals in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA lebenslang gesperrt worden.

Ballmer werde „ein wunderbarer Besitzer“ sein, teilte Shelly Sterling am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Sie betonte, die Verhandlungen und die Vereinbarung mit der Befugnis des „The Sterling Family Trust“ geführt zu haben. Hingegen teilte der Anwalt ihres getrennt lebenden Gatten, Bobby Samini, mit: „Sterling verkauft das Team nicht. Das ist seine Position.“

Die NBA teilte am Freitag mit, dass das zuständige Liga-Komitee die Entwicklungen in einer Telefonkonferenz diskutiert habe. Man erwarte nun die notwendigen Unterlagen von Shelly Sterling. Es bleibe vorerst bei einem geplanten Treffen der NBA-Besitzer am 3. Juni.

Ballmer ist größter Microsoft-Einzelaktionär und Mitbegründer des weltweit größten Software-Unternehmens. Die bisherige Rekordsumme für einen NBA-Club liegt bei 550 Millionen US-Dollar, die Anfang des Jahres für die Milwaukee Bucks bezahlt wurden. Der 80 Jahre alte Donald Sterling hatte im April weltweit für Empörung gesorgt: In einem mitgeschnittenen Privattelefonat forderte er seine Freundin auf, sich bei Spielen nicht mit Dunkelhäutigen zu zeigen.

Von

dpa

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