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03.03.2006

14:36 Uhr

Langlauf Doping

Sachenbacher-Stehle wartet weiter auf Blutstudie

Evi Sachenbacher-Stehle musste bei Olympia eine Schutzsperre wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes einlegen. Die Ski-Langläuferin wartet derzeit darauf, anhand einer Belastungs-Blutstudie ihre Unschuld zu beweisen.

Unmittelbar nach den Winterspielen von Turin wollte die wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes bei den Olympischen Spielen in die Kritik geratene Evi Sachenbacher-Stehle mit einer Belastungs-Blutstudie ihre Unschuld beweisen. Eine solche Studie kann nun aber wohl erst nach Ende der laufenden Weltcup-Saison stattfinden. Bundestrainer Jochen Behle erklärte, dass es bislang keine Signale vom Internationalen Skiverband FIS gegeben habe, obwohl sich die Skilangläuferin zu Tests sofort nach den Winterspielen bereit erklärt hatte. Das Management von Sachenbacher-Stehle hatte Anfang der Woche noch einmal per Einschreiben bei der FIS die Forderung nach der Blutstudie untermauert.

"Wir warten schon ewig drauf, dass sich die FIS an uns wendet, aber es ist bislang nichts passiert. Vom Wettkampfkalender ist es nun erst nach der Saison möglich", sagte Behle dem sid. Die 26 Jahre alte Sachenbacher-Stehle verzichtet am Wochenende zwar auf den Wasalauf, soll in der kommenden Woche aber bei den Sprints und Distanzrennen in Schweden und Norwegen zum Einsatz kommen. Die Saison endet am 19. März mit dem Weltcup-Finale in Sapporo, dem WM-Ort von 2007.

Sachenbacher-Stehle verweist auf familiäre Veranlagung

Die Staffel-Olympiazweite will mit der Studie ihre Unschuld nachweisen, nachdem sie bei den Winterspielen eine fünftägige Schutzsperre wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes erhalten hatte. Ein hoher Hämoglobinwert kann, muss aber kein Hinweis auf Doping mit EPO oder Transfusionen mit Eigenblut sein. Sachenbacher-Stehle verweist auf eine familiäre Veranlagung für hohe Werte, die FIS bestreitet das. Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte Doping im deutschen Team "zu 100 Prozent" ausgeschlossen.

"Evi wird sofort nach dem Weltcup ihre Unschuld beweisen, egal, ob der Test in Kopenhagen, Deutschland oder sonstwo stattfindet", erklärte ihr Manager Ralf Scheitenberger. Mit Hilfe der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) wird derzeit ein Hämatologe für die Studie gesucht, dessen Urteil von allen beteiligten Parteien anerkannt wird.

© SID

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