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03.01.2009

16:55 Uhr

Langlauf International

Teichmann siegt in Val di Fiemme

Axel Teichmann hat gute Chancen auf den Gesamtsieg der Tour de Ski. Der Weltmeister schob sich durch seinen Sieg im Massenstartrennen auf den zweiten Rang der Gesamtwertung vor.

Axel Teichmann siegt in Val di Fiemme. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Axel Teichmann siegt in Val di Fiemme. Foto: Bongarts/Getty Images

Mit seinem dritten Etappensieg hat Langlauf-Weltmeister Axel Teichmann die Chance auf den Gesamtsieg bei der Tour de Ski erheblich verbessert. Der Thüringer liegt vor dem finalen 11-km-Anstieg am Sonntag (15.30 Uhr/live im ZDF) am alpinen Steilhang von Alpe Cermis als neuer Gesamtzweiter nur noch 34,1 Sekunden hinter Dario Cologna (Schweiz). Teichmann könnte als zweiter Deutscher nach Tobias Angerer (2007) die rund 90 000 Euro Siegprämie kassieren.

Cologna wurde im 20-km-Massenstartrennen am Lago di Tesero hinter Teichmann, Sami Jauhojärvi (Finnland) und Nikolaj Tschebotko (Kasachstan) Vierter. Bei den Frauen gewann Tour-Spitzenreiterin Virpi Kuitunen (Finnland) über zehn km, Steffi Böhler (Ibach) wurde Siebte.

"Das war heute ziemlich anstrengend, aber obergeil", meinte Teichmann im Ziel mit Eiskristallen im roten Bart. Bei grimmigem Frost von zehn Grad unter dem Gefrierpunkt gewann er auch noch zwei Zwischensprints, sammelte insgesamt 50 Bonussekunden ein und rückte in der Tour-Wertung von Rang fünf auf zwei nach vorn. "Der Plan, so viele Bonussekunden wie möglich zu sammeln, ist optimal aufgegangen. Großer Dank an Jens Filbrich, der mich fantastisch unterstützt hat." Filbrich (Frankenhain) zeigte ein starkes Rennen und wurde nur vier Sekunden hinter seinem Teamkollegen Siebter.

Behle: "Traue Teichmann den Gesamtsieg zu"

"Drei Siege bei der Tour - das spricht für Axels Klasse. Jetzt traue ich ihm natürlich auch den Gesamtsieg zu", sagte Jochen Behle. Der Bundestrainer zollte auch dem erneut überraschend starken Schweizer Cologna "große Hochachtung, aber er muss morgen von vorn allein marschieren. Das wird schwer. Axel darf nur nicht zu schnell angreifen, denn der Berg ist lang."

Bei den Frauen ist das deutsche Team vom Ziel, zwei Läuferinnen in die Top Ten zu bringen, weit Stück entfernt. Die Massenstart-Elfte Katrin Zeller (Oberstdorf) liegt auf Rang 14 derzeit mehr als 30 Sekunden hinter den besten Zehn zurück und ist damit die beste deutsche Läuferin.

"Ich bin super durchgekommen und bin mit dem Rennen hoch zufrieden. Nun will ich versuchen, den Anstieg zum Finale ähnlich gut zu schaffen und in der Gesamtwertung noch ein paar Plätze aufzuholen", meinte Steffi Böhler. Stark präsentierte sich auch Katrin Zeller aus Oberstdorf als Elfte.

Dagegen fielen die eigentlichen Paradeläuferinnen Claudia Nystad (Oberwiesenthal/17.) und Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl/26.) deutlich ab. "Ich bin überhaupt nicht in Tritt gekommen. Mir war total schwindlig, und ich hatte Kopfweh. Keine Ahnung, was los war. So komme ich am Sonntag niemals den Berg hoch", sagte Sachenbacher-Stehle.

© SID

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