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03.01.2010

17:36 Uhr

Langlauf National

Teichmann Gesamt-Zweiter bei der Tour de Ski

Langläufer Axel Teichmann ist auf der dritten Etappe der Tour de Ski auf Rang drei gesprintet und ist nun Gesamt-Zweiter. Er kam 3,1 Sekunden hinter Eldar Rönning ins Ziel.

Schnell unterwegs: Axel Teichmann. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Schnell unterwegs: Axel Teichmann. Foto: Bongarts/Getty Images

Axel Teichmann zweimal als Dritter auf dem Siegerpodest und Gesamt-Zweiter, Tobias Angerer und Jens Filbrich in der Spitzengruppe - pünktlich zum ersten Saisonhöhepunkt Tour de Ski haben die deutschen Langlauf-Asse ihren Stammplatz in der Weltelite zurückerobert. In Oberhof überzeugten auf den ersten drei Teilstücken der mit über 700 000 Euro dotierten Acht-Etappen-Tournee vor allem Petter Northug (Norwegen) und Petra Majdic (Slowenien) mit zwei Tagessiegen.

"Mein Ziel waren zwei Podestplätze in Oberhof. Das habe ich geschafft, und die Ausgangsposition als Zweiter der Gesamtwertung ist sehr gut. Das geht so alles völlig in Ordnung", sagte Axel Teichmann. Nach seinem Sturm auf den dritten Podestplatz im Prolog überzeugte der Lobensteiner auch auf Platz sechs im 15-km-Handicaprennen sowie am Ende mit dem überraschenden dritten Platz im Klassik-Sprint knapp hinter den Norwegern Eldar Rönning und Northug. "Im Sprint hatte ich auch ein wenig Glück, aber das war der Lohn für harte Arbeit", sagte Teichmann.

Angerer und Filbrich in Spitzengruppe

Auch Tobias Angerer überzeugte vor insgesamt 13 000 Zuschauern auf den ersten Etappen am Oberhofer Grenzadler. "Ich merke, dass es von Tag zu Tag besser wird. Ein Podium war für mich im Distanzrennen möglich, da hatte ich mit Stockbruch und Sturz Pech", sagte der Tour-Gesamtsieger von 2007. Jens Filbrich rannte von Prologplatz 62 im 15-km-Lauf auf Platz acht nach vorn, kam durch einen Sturz im Viertelfinale aber um seine Sprintchancen. "Axel zweimal auf dem Podest, Tobias und Jens in der Gesamtwertung gut im Bild, vier Mann in den K.o.-Sprints: Die Männer haben sich in Oberhof hervorragend verkauft. Da sind wir absolut zufrieden", schätzte Jochen Behle ein.

Komplett konträr fiel die Bilanz des Bundestrainers für den Frauenbereich aus. "Was soll los sein. Wir waren zu langsam. Mehr nicht", grantelte er. Evi Sachenbacher-Stehle verpasste als 17. sowie 16. der ersten beiden Teilstücke die erhoffte Olympianorm jeweils knapp. Vorjahres-Prologsiegerin Claudia Nystad verschwand nach Auftaktplatz zwölf total im Feld der weit Abgeschlagenen. Und die im Weltcup noch am besten Klassierte Steffi Böhler stieg vor der dritten Etappe wegen einer Erkältung ganz aus.

Einziger Lichtblick im Frauen-Team ist Biathlon-Aushilfe Miriam Gössner. Die 19-Jährige vom SC Garmisch löste als Überraschungs-Fünfte des Prologs das Olympia-Ticket und hat angesichts der schlappen Auftritte der Etablierten in Vancouver Chancen, neben dem eingeplanten Staffel-Einsatz auch Einsätze im Teamsprint sowie über 10-km-Freistil zu erhalten. Gössner wird sich ab Mitte Januar komplett mit den Langläuferinnen auf die Olympischen Spiele vorbereiten und auch bei den Weltcups in Rybinsk und Canmore teilnehmen.

© SID

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