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26.01.2010

11:27 Uhr

Langlauf Olympia

Russische Langläuferin Sidko unter Doping-Verdacht

Nach russischen Medienberichten ist Skilangläuferin Alena Sidko Ende 2009 positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet und jetzt aus dem Olympia-Team geworfen worden.

Langläuferin Alena Sidko aus Russland soll gedopt haben. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Langläuferin Alena Sidko aus Russland soll gedopt haben. Foto: Bongarts/Getty Images

Zwei Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver (12. bis 28. Februar) muss sich das russische Skilanglauf-Team erneut mit einem Dopingfall beschäftigen. Die 30 Jahre alte Alena Sidko, die bei den Spielen vor vier Jahren in Turin Bronze im Sprint gewonnen hatte, wurde nach Berichten russischer Medien bei einem Wettkampf nahe Moskau am 26. Dezember positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet und daraufhin aus der Olympia-Mannschaft geworfen.

"Wir können bestätigen, dass sie für einen Start bei Olympia nicht in Frage kommt", sagte die Anti-Doping-Beauftragte des Ski-Weltverbandes FIS, Sarah Fussek, der Nachrichtenagentur Reuters: "Wenn sie aber den Grund wissen wollen, müssen sie den russischen Verband fragen."

Der russische Langlauf-Trainer Juri Scharkowski bestritt allerdings, dass Sidko wegen eines Dopingfalls das Team verlassen musste. Nach Angaben des Trainers sei Übergewicht die Ursache für den Ausschluss.

Serie negativer Dopingproben

Russische Wintersportler hatten zuletzt durch eine ganze Serie positiver Dopingproben negativ auf sich aufmerksam gemacht. Die Langlauf-Olympiasieger Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew wurden ebenso gesperrt wie Natalja Matwejewa und U23-Weltmeisterin Nina Rysina. Im Biathlon wurden die Topathleten Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko sowie Andrej Prokunin und Weronika Timofejewa wegen Dopings aus dem Verkehr gezogen.

Zuletzt waren die Langläufer Iwan Alipow und Alexander Kusnezow bei der Tour de Ski wegen auffälliger Blutwerte aus dem Rennen genommen worden.

FIS-Präsident Gian-Franco Kasper hatte angekündigt, die unbefriedigende Situation in Russland in diesem Winter zu beobachten und spätestens nach der Saison über Maßnahmen zu diskutieren. Möglich sind Geldstrafen bis hin zu einem zeitlich befristeten Ausschluss des Verbandes.

© SID

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