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22.01.2010

14:35 Uhr

Langlauf Olympia

Skilangläufer Wenzl löst Vancouver-Ticket

Kurz vor Ablauf der Qualifikationsfrist für Olympia in Vancouver hat Josef Wenzl die geforderte Norm erfüllt. Beim Weltcup im russischen Rybinsk wurde Wenzl Sechster.

Josef Wenzl löst im letzter Minute das Olympia-Ticket. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Josef Wenzl löst im letzter Minute das Olympia-Ticket. Foto: Bongarts/Getty Images

Sprint-Spezialist Josef Wenzl hat seine letzte Olympia-Chance genutzt und mit Platz sechs im Kühlhaus von Rybinsk doch noch das Ticket für Vancouver gelöst. Der Skilangläufer stieß einen Urschrei aus, als er die beste Saisonleistung des deutschen Teams gekrönt hatte. Auch die Frauen zeigten mit den Plätzen vier für Claudia Nystad und fünf für die Biathletin Miriam Gössner drei Wochen vor den Winterspielen (12. bis 28 Februar) einen deutlichen Aufwärtstrend.

"Wir haben uns in der Kälte extrem gut verkauft, die Olympia-Form kommt langsam. Bei Josef haben wir alles auf diese allerletzte Karte gesetzt und er hat die Chance clever genutzt", sagte Bundestrainer Jochen Behle nach den Rennen bei Temperaturen um minus 20 Grad: "Aber gefeiert wird erst am Sonntag". Er will mit einem 13-köpfigen Team nach Vancouver fahren. Die Nominierung der Härtefälle Tom Reichelt und Hanna Kolb ist gesichert, Wenzl soll in den nächsten Tagen bestätigt werden.

Wenzel "fällt ein Stein vom Herzen"

Der dick eingepackte Wenzl hatte überglücklich die Faust in den Himmel gerissen, als er mit Platz zwei im Halbfinale seine Reise nach Kanada gesichert hatte: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, ich bin überglücklich. Es ist toll, doch noch bei Olympia dabei zu sein." Im Finale fehlte dann die Kraft, Wenzl wurde beim Sieg des Russen Nikolai Morilow abgeschlagen Letzter.

Das konnte er locker verschmerzen, schließlich war er von allen nach einer völlig verpatzten Saison schon abgeschrieben worden. Vor der Leistungsexplosion von Rybinsk war ein 41. Platz in Düsseldorf sein bestes Resultat gewesen.

Ebenfalls endgültig die Qualifikations-Norm für Vancouver erfüllten die im Halbfinale gescheiterten Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) mit Platz sieben und Tim Tscharnke (Biberau) als Neunter. Nicole Fessel (Oberstdorf) verpasste als Neunte den für Vancouver geforderten achten Platz hauchdünn und wird wohl zu Hause bleiben müssen.

Sommerfeldt und Böhler komplettieren gutes Ergebnis

Das starke deutsche Mannschaftsresultat in Russland komplettierten die für Kanada gesetzten Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal) als 14. und Stefanie Böhler (Ibach) auf Platz 17. Letztere hatte besonderen Grund zum Feiern - schließlich wird sie jetzt mit ihrem Freund Josef Wenzl zu Olympia reisen.

Die restlichen deutschen Olympia-Medaillenkandidaten Tobias Angerer, Axel Teichmann und Jens Filbrich hatten auf die Reise nach Russland verzichtet. Sie bereiten sich stattdessen in einem Trainingslager im italienischen Toblach auf die Winterspiele vor und werden am Wochenende beim Dolomitenlauf starten.

© SID

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