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03.01.2007

13:26 Uhr

Langlauf Weltcup

Göring triumphiert bei deutschem Dreifachsieg

Franz Göring hat das 15-km-Klassikrennen der Tour de Ski in Oberstdorf gewonnen. Rene Sommerfeldt und Tobias Angerer, der die Führung in der Gesamtwertung übernahm, machten den dreifachen DSV-Erfolg perfekt.

Beim 15-km-Klassikrennen im Rahmen der Tour de Ski in Oberstdorf gab es einen deutschen Dreifacherfolg. Es gewann Franz Göring aus Zella-Mehlis (39:40,7 Minuten) vor Rene Sommerfeldt (Oberwiesenthal/+13,3) und dem Vachendorfer Tobias Angerer (+30,0), der sich außerdem die Führung in der Gesamtwertung sicherte.

"Ein phantastischer Tag für den deutschen Skilanglauf. Ich bin froh, dass ich das goldene Trikot jetzt schon habe. Aber wichtiger ist es, am Ende ganz oben zu stehen", meinte der neue Spitzenreiter Angerer.

Angerer jetzt 17 Sekunden vor Östensen

Der Gesamtweltcup-Sieger nimmt nach drei von sechs Etappen 17,0 Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung auf den zweitplatzierten Norweger Simon Östensen mit in den Ruhetag. Platz drei belegt nach dem ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere sein 22 Jahre alter Teamkollege Göring. Jens Filbrich belegt zudem Rang sieben.

"Das war ein absoluter Traumtag für uns. Unglaublich, dass ich meinen ersten Weltcup ausgerechnet auf deutschem Boden gewinnen", meinte der mit 18 000 Euro Prämien belohnte Göring: "Aber auf die Gesamtwertung schaue ich erst, wenn ich den letzten Berg hoch bin. Da hat der Tobi die besten Chancen."

Angerer lag am Tag nach seinem dritten Platz trotz Sturz im Massenstartrennen auf den 15km lange auf Siegkurs, ehe ihn der stärker werdende Schneefall einbremste. So reichte es am Ende erneut "nur" zu Platz drei. Das von der frühen Startnummer 49 profitierende Nachwuchstalent triumphierte vor Rene Sommerfeldt.

"Die Techniker haben den Jungs Raketenski geliefert"

"Drei Leute auf dem Podest bei einem klassischen Rennen - das gabs noch nie. Die Techniker haben den Jungs Raketenski geliefert. Der Tobi ist neben Östensen jetzt natürlich Favorit auf den Gesamtsieg", erklärte Bundestrainer Jochen Behle. Gesamtweltcup-Sieger Angerer macht die Favoritenrolle vor der vierten Etappe - einem Sprint am Freitag im italienischen Asiago - "überhaupt keinen Druck".

"Ich genieße die Tour einfach, und ich laufe jetzt auch für Axel Teichmann", erzählte Angerer: "Er hat zu mir gesagt - ziehs durch. Das mache ich jetzt." Dauer-Pechvogel Teichmann, der Angerer am Vortag nach einem Sturz zurück in die Spitzengruppe geführt hatte, musste wegen eines Infekts der oberen Atemwege die Tour aufgeben und reiste mit Tränen in den Augen ab.

© SID

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