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06.01.2008

15:07 Uhr

Langlauf Weltcup

Sommerfeldt bei Bauer-Sieg auf Rang zwei

Rene Sommerfeldt hat den deutschen Langläufern bei der Tour de Ski doch noch einen Podestplatz gesichert. Beim überlegenen Sieg des Tschechen Lukas Bauer im Berglauf in Val di Fiemme kam Sommerfeldt als Zweiter ein.

Der Tscheche Lukas Bauer hat sich bei der zweiten Auflage der Tour de Ski der Langläufer den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen. Für eine positive Schlussnote aus Sicht des Deutschen Ski-Verbands (DSV) sorgte Rene Sommerfeldt, der beim finalen Berglauf 2:47,3 Minuten hinter Bauer als Gesamtzweiter ins Ziel kam. Bauer sicherte sich die 150 000 Schweizer Franken für den Gesamtsieg, Sommerfeldt eroberte ein Jahr nach dem Triumph von Tobias Angerer wieder einen deutschen Podestplatz.

Sommerfeldt wie entfesselt zum Tagessieg

"Jäger" Rene Sommerfeldt stürmte wie entfesselt den Alpinhang Alpe Cermis hinauf und fiel als sensationeller Zweiter der Tour de Ski erschöpft in den Schnee. Mit dem Tagessieg beim durchschnittlich 14 Prozent steilen Berglauf in Val die Fiemme sicherte sich der von Platz neun gestartete Sachse noch das persönliche Rekordpreisgeld von 100 000 Schweizer Franken und rettete die deutsche Bilanz.

"Das war mein bestes Rennen. Ich bin superhappy, dass es noch für Platz zwei gereicht hat - damit hätte nach dem Verlauf der Tour wirklich niemand mehr gerechnet", erklärte Sommerfeldt, der einen Teil des gewonnen Geldes an Techniker und Team weitergeben will: "Von der Prämie können wir ein Bier trinken und im Hotel wie im letzten Jahr feiern." Ein Jahr nach dem Gesamtsieg von Tobias Angerer hatte speziell nach seinem 21. Platz im 10-km-Massenstartrennen am Vortag niemand mehr mit einem deutschen Podestplatz gerechnet, doch Sommerfeldt startete am steilsten Berg des Skilanglauf-Weltcups eine unglaubliche Aufholjagd.

"Step by step einen nach dem anderen überholt"

"Ich habe step by step einen nach dem anderen überholt. Das baut natürlich auf", meinte der einstige Gesamtweltcupsieger. Vor dem Ziel rang er noch den Italiener Giorgio Di Centa im Schlussspurt mit 0,3 Sekunden Vorsprung nieder und feierte dann mit einem Urschrei auf dem Siegerpodest seinen größten Triumph nach WM-Silber 2001. Zu diesem Zeitpunkt wurde Triumphator Bauer allerdings schon von den tschechischen Fans gefeiert. Der Gesamtsieger war nur dank des gemeinsamen Trainings mit den Deutschen vor dem vergangenen Winter so stark geworden. Sommerfeldt ist mit Bauer gut befreundet, die Söhne gehen gemeinsam in den deutsch-tschechischen Kindergarten in Oberwiesenthal.

"Von neun auf zwei - das war schon eine grandiose Leistung von Rene. Bauer war unschlagbar", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle: "Es kann halt nicht immer ein Deutscher gewinnen." Franz Göring landete auf Platz sechs, Axel Teichmann wurde 13. vor dem letztjährigen Triumphator Angerer. "Es freut mich besonders für Rene, weil es in den letzten drei Jahren nicht so gut für ihn gelaufen ist", meinte Angerer: "Das war ein tolles Ende, weil wir bei der Tour diesmal mit unseren Stürzen und Wachsproblemen nicht so viel Glück wie ich letztes Jahr hatten."

© SID

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