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18.01.2008

08:28 Uhr

Leichtathletik Marathon

Gebrselassie peilt in Dubai Zahltag an

Satte 1,25 Mill. Dollar kann Haile Gebrselassie heute verdienen - dazu muss er den Dubai-Marathon in Weltrekordzeit gewinnen. "Ich kann in einem idealen Rennen sicher unter 2:04 laufen", sagt der Äthiopier.

Die Rekordbörse von 1,25 Mill. Dollar wartet am heutigen Freitag in Dubai auf Haile Gebrselassie. Dann jedenfalls, wenn Äthiopiens Läuferstar nicht nur den internationalen Marathon im Emirat gewinnt (250 000 Dollar), sondern dazu auch seinen Weltrekord vom 30. September 2007 in Berlin (2:04:26 Stunden) verbessert. Allein hierfür wurde eine Million Dollar als Prämie ausgesetzt.

"Mein Training und meine Form sind okay. Ich kann in einem idealen Rennen sicher unter 2:04 laufen. Doch es kommt dann auf die Tagesform an und alles muss von den Bedingungen her genau so perfekt sein wie in Berlin", sagt der zweimalige Olympiasieger und viermalige Weltmeister im 10 000-m-Lauf vor dem Ansturm auf den 25. Weltrekord seiner Läuferkarriere.

In Dubai erwarten Gebrselassie ähnliche Temperaturen wie in Berlin mit 13 bis 15 Grad Celsius. Renn-Direktor Peter Connerton spricht einen weiteren wichtigen Punkt an, wenn er sagt: "Die Strecke ist wahrscheinlich die flachste in der Welt."

Gebrselassie (34) will die erste Streckenhälfte in 62:15 Minuten angehen, 14 Sekunden schneller als in Berlin, wo er den zweiten Abschnitt in 61:57 absolvierte. "Der entscheidende Punkt wird sein, wie sich Haile bei Kilometer 30 fühlt", sagt Manager Jos Hermens. In dieser Phase des Rennens scheidet Tempomacher Fabiano Joseph (Tansania) aus und der Äthiopier ist auf sich allein gestellt.

Hauptrivale von Gebrselassie ist der Kenianer Sammy Korir mit einer Bestzeit von 2:04:56 Stunden. Als Favoritin bei den Frauen (ebenfalls 250 000 Dollar für den Sieg) gilt seine frühere Landsmännin Lornah Kiplagat (Niederlande), die ihr Training angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Kenia abgebrochen hat. "Wir haben deshalb keine großen Erwartungen", sagt ihr Ehemann Pieter Langerhorst. Der Weltrekord der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) ist ohnehin nicht in Gefahr.

© SID

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