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18.08.2013

15:24 Uhr

Leichtathletik WM

Christina Obergföll landet den großen Wurf

Quelle:SID

Immer wieder war sie bei den großen Titelkämpfen Zweite geworden. Bei der Leichtathletik-WM in Moskau hat es nun geklappt: Christina Obergföll holt Gold im Speerwurf – und ihr Trainer muss nun ihren Namen annehmen.

Obergföll holt WM-Titel im Speerwurf SID

Obergföll holt WM-Titel im Speerwurf

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Christina Obergföll sank auf den Rasen, verbarg ihr Gesicht in den Händen und die Tränen standen ihr in den Augen. Endlich Weltmeisterin! Die Speerwerferin hat sich in Moskau ihren langjährigen Traum erfüllt. Nach fünfmal Silber bei internationalen Titelkämpfen ist sie auf dem obersten Treppchen angekommen und ihren Ruf als „Ewige Zweite“ los. Am Ende lag die 31 Jahre alte Offenburgerin ihrem Lebensgefährten und Trainer Boris Henry in den Armen und rannte freudestrahlend mit der schwarz-rot-goldenen Fahne auf die Ehrenrunde im Luschniki-Stadion.

„Jetzt habe ich es geschafft, bin endlich, endlich die Vollendete und habe den kompletten Medaillensatz. Jetzt braucht mir niemand mehr zu kommen“, frohlockte Obergföll in der ARD. „Da braucht man keine Worte, um das zu erklären. Wir wissen beide, was das für sie bedeutet“, sagte der frühere Weltklasse-Speerwerfer Henry am ARD-Mikrofon gerührt.

Im September heiraten die beiden, neben der Goldmedaille bringt Christina Obergföll auch ihren Nachnamen mit in die Ehe ein. „Boris Obergföll, da kann man sich schonmal dran gewöhnen“, sagte der Speerwurf-Bundestrainer. Er hatte mit seiner Herzfrau gewettet und muss sich nach dem Titelgewinn nun von seinem Nachnamen verabschieden. Bis dahin war die Leverkusenerin Steffi Nerius mit ihrem Überraschungs-Coup von Berlin 2009 die einzige deutsche Weltmeisterin mit dem Speer.

Titelverteidigerin Maria Abakumowa war bei ihrem Heimspiel - unterstützt vom lautstarken russischen Publikum - zunächst mit 65,09 Metern in Führung gegangen. Doch Obergföll holte im zweiten Durchgang zum großen Wurf aus: 69,05 - Saisonbestweite! Boris Henry hätte das auf der Tribüne am liebsten gar nicht kommentiert. „Man sollte nie eine Prognose während des Wettkampfs abgeben, das bringt Unglück“, sagte er. Oberföll meinte später: „Ich werfe 69 Meter mit einem - ehrlich gesagt - beschissenen Wurf. Dann war ich außer Rand und Band, weil ich nicht dachte, dass der so weit ist.“

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