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03.01.2006

10:07 Uhr

Maskottchen Neve und Gliz

Schneeflöckchen und Eiswürfel

Neve und Gliz symbolisieren Eis und Schnee, den Kern aller Winterspiele. Die beiden Turiner Maskottchen haben eine schwere Bürde zu tragen, denn sie sollen den Geist der italienischen Olympiade wiederspiegeln: Leidenschaft, Begeisterung, Kultur, Eleganz sowie die Liebe zu Umwelt und Sport.

Neve und Gliz. Foto: AP

Neve und Gliz. Foto: AP

HB TURIN. Seit Oktober gehören sie zum Standardprogramm des italienischen Fernsehens RAI, bei jedem Heimspiel von Turins Fußball-Riesen Juventus sind sie präsent, in den Geschäften der Olympia-Stadt sind sie allgegenwärtig als Puppen oder Anstecknadeln.

Die Freundlichkeit von Neve wird durch ihr rundes Gesicht unterstrichen. Sie ist rot gekleidet und man kann ihren Namen übersetzen mit: Schnee. Im Gegensatz zum "Schneeflöckchen" ist Gliz ein erfundener Name. Das blau gekleidete männliche Pendant hat ein rechteckiges Gesicht und ähnelt einem Eiswürfel.

"Sie ergänzen einander und personifizieren das Wesentliche des Wintersports", beschrieb das Organisationskomitee TOROC das Paar, als es 500 Tage vor Beginn der Spiele am 28. September 2004 vorgestellt wurde. "Neve und Gliz sind das Symbol einer jungen Generation, die voller Leben und Energie ist."

Die Maskottchen, die von dem portugiesischen Designer Pedro Albuquerque entworfen worden sind, wurden von einer internationalen Jury unter 237 Vorschlägen ausgewählt. Mit ihnen, so meinte TOROC- Präsident Valentino Castellani bei der Präsentation, "haben die Spiele begonnen". Dann allerdings - wie immer bei Maskottchen - nicht ohne Kritik: "Die sind so hässlich, dass man den Sportgerichtshof CAS anrufen müsste", wurde im Internet gelästert.

Neve und Gliz sind die 19. Olympia-Maskottchen seit ihrer zunächst inoffiziellen Einführung bei den Winterspielen 1968 in Grenoble. Damals wurde "Schuss" kreiert, ein kleiner Mann auf Skiern. Das erste offizielle Maskottchen war "Waldi", der Dachshund, der die Olympischen Spiele 1972 in München repräsentierte. Weitere elf Maskottchen waren ebenfalls Tiere, allein in Nagano vier Eulen. 1980 in Lake Placid gab es sogar ein lebendes Maskottchen: den Waschbären Rocky. Doch der starb vor der Eröffnung der Winterspiele und wurde durch den Stoff-Waschbären Roni ersetzt.

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