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02.04.2006

10:00 Uhr

Masters-Turnier

Golfen in der Baumschule

VonCornelia Heim

Das Masters in Augusta ist es, das als Mekka der Golfer gilt und stets Anfang April die High Society und Firmenoberen der US-Wirtschaft nach Georgia lockt. Die meisten Gäste fliegen stilvoll mit Privatjets ein, eigens dafür öffnet der Augusta-Airport zuvorkommend einen zusätzlichen Tower.

Die Masters in Augusta. Für eine größere Ansicht der Graphik klicken Sie bitte auf das Pluszeichen.

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HAMBURG. Es gibt in Europa und auch in Amerika Clubs, in denen schon viel länger Golf gespielt wird. Und doch ist es das Masters in Augusta, das als Mekka der Golfer gilt und stets Anfang April die High Society und Firmenoberen der US-Wirtschaft nach Georgia lockt. Die meisten Gäste fliegen stilvoll mit Privatjets ein, eigens dafür öffnet der Augusta-Airport zuvorkommend einen zusätzlichen Tower. Hier weiß man, was sich gehört. Klein fing an, was später so groß werden sollte. Wir sind im tiefsten Süden, etwa 220 Kilometer östlich von Atlanta. Es ist um 1900, das Golfspiel boomt in dem beschaulichen Städtchen Augusta, wo ansonsten die Baumwolle wächst, klein und träge am Savannah River gelegen.

Robert Tyre Jones, ein Zugereister aus Atlanta, beginnt, sich für die Idee zu erwärmen, gemeinsam mit seinem Golf-Freund Clifford Roberts eine Anlage zu bauen, auf der man auch im Winter spielen könnte.

Jones hält Augusta wegen des milden Klimas für ideal. Er kauft in den 30er-Jahren ein Gelände, das damals noch Fruitland Nurseries heißt, also eine Baumschule für Äpfel, Birnen Pfirsiche und dergleichen war, und überzeugt einen Architekten aus Schottland, Alister MacKenzie, einen Golfkurs zu gestalten.

1932 öffnete dieser seine Pforten für Mitglieder. Und viel mehr Offenheit war nie wieder. Denn Jones und Roberts wollten etwas ganz Eigenes, etwas ganz Besonderes haben und pflegten eine Informationspolitik, welche den Geheimdiensten zur Ehre gereichen dürfte.

Bis heute ist zum Beispiel nicht bekannt, wie hoch die Mitgliederzahl ist, wie viel das Turnier kostet und wie viel Preisgeld insgesamt ausgeschüttet werden wird. Am Anfang hieß die Veranstaltung schlicht: "Augusta National Invitation Tournament", also nationales Einladungsturnier.

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