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08.07.2013

09:09 Uhr

Medienbericht

ARD und ZDF wollen ab 2014 wieder Wimbledon zeigen

Die Öffentlich-Rechtlichen wollen Anteil am Tennis-Boom in Deutschland haben. Laut eines Medienberichts wollen sich ARD und ZDF um die Rechte für Wimbledon ab 2014 bemühen.

Für Sabine Lisicki ging das Finale verloren, der Tennissport gewinnt durch ihre Leistung aber an medialem Interesse. ap

Für Sabine Lisicki ging das Finale verloren, der Tennissport gewinnt durch ihre Leistung aber an medialem Interesse.

HannoverARD und ZDF wollen künftig wieder Livebilder vom Tennisturnier in Wimbledon zeigen. „Nach den Erfahrungen der letzten Tage werden wir uns ab Montag intensiv damit beschäftigen, sicheren Zugriff auf Wimbledon-Livebilder ab 2014 zu bekommen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der „Bild am Sonntag“, nachdem sich Sabine Lisicki bis ins Damen-Endspiel des bedeutsamsten Grand-Slam-Turniers gekämpft hatte.

Demnach plane die ARD, gemeinsam mit dem ZDF und den dritten Programmen einzelne wichtige Spiele live zu übertragen. Das gesamte Turnier einschließlich Lisickis verlorenem Finale gegen Marion Bartoli am Samstag war nur beim Bezahlsender Sky zu sehen. Mit 590.000 Zuschauern schalteten so viele ein wie noch nie bei Tennisspielen auf Sky. Der Vertrag läuft nun aus, Sky will aber verlängern.

„Jetzt haben wir wieder eine große Spielerin, und wir können sie nicht sehen. Das heißt: Es liegt nicht mehr an der Leistung, sondern an dem Gesamtkonzept der öffentlich-rechtlichen Sender“, kritisierte Boris Becker, dessen Wimbledon-Sieg 1985 einen Tennis-Boom in Deutschland ausgelöst hatte. Genau darauf setzt Damen-Bundestrainerin Barbara Rittner nun auch wieder. „In den Kneipen wird jetzt wieder Tennis geguckt. Es wird einen Boom geben“, sagte die ehemalige Profi-Spielerin.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Steuerzahler

08.07.2013, 11:53 Uhr

Den gesamten Profitgeilen-Sport und ins besondere den Profi-Fußball und das Profi-Tennis sollte man ganz aus den öffentlich-rechtlichen Sendern verbannen. Denn das einzige was da produziert wird sind geldgeile Steuerflüchtlinge.
Die wahren Kosten der Veranstaltungen zahlt der Steuerzahler, der mit dem Profitgeilen-Sport nichts am Hut hat (Infrastruktur, Polizeieinsätze, Stadtreinigung, steuerlich absetzbares Sponsoring etc.). Was diese Balljongleure und ihre Übungsleiter im einzeln und im allgemeinen den ganzen Tag über ihren Kleinkosmos erzählen zu müssen glauben, interessiert doch nicht wirklich. Diese Figuren sind doch nur Teil einer medialen Muppet Show und immer häufiger stellt sich die Frage, ob diese Gestalten nicht einfach nur zu lange am Kopfballpendel gearbeitet haben?

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