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17.01.2005

07:01 Uhr

Mittelalter-Pracht und Rohbau

Bormio und Santa Caterina stellen sich vor

Bormio bietet Thermalbäder und mittelalterliches Flair, in Santa Caterina ist die Talstation des Zielstadions ein hässlicher Rohbau: Die Ski-Weltmeisterschaften vom 28. Januar bis 13. Februar finden in zwei typisch italienischen Orten voller Gegensätze statt.

HB BORMIO/SANTA CATERINA. "Wir waren schon ein wenig geschockt, als wir hierhin kamen. Man muss da noch manche Betonmischmaschine mit hinnehmen", sagte Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier mit Blick auf die Baustellen in Santa Caterina. Nach 1985 ist das obere Veltlintal zum zweiten Mal WM-Gastgeber. Die enge, kurvenreiche Straße zwischen den beiden WM-Orten könnte für Verkehrsprobleme sorgen.

BORMIO: Das "Kitzbühel der Lombardei" mit seiner mittelalterlichen Fußgängerzone "Via Roma" lockt zunehmend gut betuchte Gäste aus Mailand und Como an. Schon die Römer nutzten die Thermalbäder unterhalb des Stilfser Jochs. Die rund 2000-jährige Geschichte Bormios spiegelt sich in der historischen Altstadt wieder. Mit seinen zahlreichen Bars, Discotheken und Cafeterias bietet die 5000- Einwohner-Gemeinde den bis zu 20 000 Gästen auch viel Unterhaltung abseits des Ski-Betriebs. Umgeben von mehreren Dreitausendern liegt Bormio inmitten eines breiten Talbeckens. Seit der WM 1985 ist Bormio kurz vor Silvester Schauplatz von spektakulären Herren-Abfahrten im Ski-Weltcup.

SANTA CATERINA: Die 1000-Seelen-Gemeinde liegt inmitten des größten Nationalparks Italiens in einem engen Hochtal. Auf über 1730 m Seehöhe sind die Pisten nach Norden gerichtet, was eine gewisse Schneesicherheit garantiert. Für die Damen-Rennen wurde erst nach langen Verhandlungen mit den Umweltbehörden eine neue Piste gebaut. Da die Bauarbeiten verspätet begannen, wurden einige Projekte teilweise gar nicht angefangen, andere - wie die Talstation der neuen Bahn - sind zwar funktionstüchtig, aber noch lange nicht fertig. "Es wird nicht alles hundertprozentig laufen. Aber wir müssen das akzeptieren und das Beste draus machen", sagte die Generalsekretärin des Internationalen Skiverbandes FIS, Sarah Lewis.

Die WM-Region befindet sich inmitten des Nationalparks Stilfser Joch. Unterhalb von insgesamt 110 Gletschern erstrecken sich dichte Tannenwälder. Neben 2000 geschützten Pflanzenarten ist hier auch der Bartgeier beheimatet, der einzige in den Alpen lebende Raubvogel.

Mehr Informationen finden Sie hier: >>> Bormio 2005

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