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05.01.2014

18:52 Uhr

Modernisierung

Oberhof will wieder „St. Moritz des Ostens“ sein

Das thüringische Oberhof galt lange als eines der Epizentren des internationalen Wintersports. Doch die einst modernen Sportanlagen müssen dringend erneuert werden – das kostet. Oberhof möchte nun den Glanz zurückholen.

Der deutsche Biathlet Andreas Birnbacher trainiert in der DKB-Ski-Arena in Oberhof beim offiziellen Training für den Biathlon-Weltcup. Die Sportanlagen in Oberhof müssen aber dringend modernisiert werden. dpa

Der deutsche Biathlet Andreas Birnbacher trainiert in der DKB-Ski-Arena in Oberhof beim offiziellen Training für den Biathlon-Weltcup. Die Sportanlagen in Oberhof müssen aber dringend modernisiert werden.

OberhofOberhof will zurück an die Spitze. Das „St. Moritz des Ostens“ hat in den vergangenen Jahren den Anschluss zu moderneren Tourismus- und Wintersportzentren verloren. Der Ort, der 1931 als erster deutscher die Bob- und die nordischen Skiweltmeisterschaften ausrichtete und dessen Wintersportler seit 1972 insgesamt 72 olympische Goldmedaillen mit nach Hause brachten, setzt dabei auch auf die Anziehungskraft internationaler Sport-Ereignisse, wie etwa den am Freitag beginnenden Biathlon-Weltcup.

Allerdings sind viele Sportstätten in die Jahre gekommen. Die Sprungschanzen im Kanzlersgrund sind seit vielen Monaten Baustelle. Die Skiarena am Grenzadler, wo seit 1984 insgesamt 21 Biathlon-Weltcups, sechsmal die Tour de Ski der Langläufer und einige Weltcups der nordischen Kombinierer stattfanden, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Für die Durchführung der Tour de Ski und des Biathlon-Weltcups mussten die Organisatoren mit ungezählten freiwilligen Helfern und Fahrzeugen wieder wahre Wunder vollbringen. Dabei hatten die Oberhofer gehofft, in diesem Jahr nicht so in die Bredouille zu kommen. Im Herbst war ein 12.000 Kubikmeter fassendes Wasserreservoir fertiggestellt worden, das zur Schneeherstellung genutzt werden kann. Wegen des fehlenden Frostes konnte die erneuerte Beschneiungsanlage vor Weihnachten aber nur an drei Tagen laufen.

Dass beide Weltcup-Veranstaltungen trotzdem über die Bühne gingen und gehen, trägt zum Renommee der Region bei. Trotz des guten Zuschauerzuspruchs wird aber ein finanzielles Minus erwartet. Allein durch den Wechsel von Verfolgungsrennen zu Sprints bei der Tour de Ski fehlt eine mittlere fünfstellige Summe an Werbeeinnahmen.

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