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10.01.2011

16:00 Uhr

Münchner Bewerbung

400 Seiten Olympiahoffnung - dem Streit zum Trotz

Die Hoffnung ist schneeweiß, 400 Seiten dick und soll München zum zweiten Mal Olympische Spiele bringen. Mit dem Bid Book legen die Münchner Olympia-Macher ihre Bewerbungsunterlagen beim IOC vor und versprühen trotz des nicht gelösten Grundstückstreits mit Garmischer Bauern Optimismus.

Vorfreude auf die Übergabe der Bewerbungsunterlagen: die zweimalige Eislauf-Olympiasiegerin Katarina Witt und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). DAPD

Vorfreude auf die Übergabe der Bewerbungsunterlagen: die zweimalige Eislauf-Olympiasiegerin Katarina Witt und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD).

HB MÜNCHEN. Die Münchner Olympia-Bewerber um die Winterspiele 2018 sind auf die Zielgerade eingebogen. Einen Tag vor Abgabe der offiziellen Bewerbungsdokumente am Dienstag starteten die bayerischen Olympia-Macher um Delegationschef Bernhard Schwank und Kuratoriums-„Queen“ Katarina Witt am Montag mit einer wichtigen Lektüre ins schweizerische Lausanne.

Das knapp 400 Seiten umfassende Bid Book soll die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) von der bayerischen Landeshauptstadt überzeugen und die Konkurrenz aus Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea) ausstechen. Der französische Konkurrent überreichte bereits Montag dem IOC die offiziellen Bewerbungsunterlagen.

„Jetzt geht es wirklich los, die heiße Phase beginnt“, sagte Thomas Bach am Montag am Münchner Marienplatz bei der Präsentation des atlasgroßen und schneeweißen Bid Books. Dieses werde entscheidend sein für „das hoffentlich positive Schicksal unserer Bewerbung“, erklärte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Ein halbes Jahr vor Vergabe der Spiele am 6. Juli in der südafrikanischen Hafenstadt Durban müssen dem IOC 100 Exemplare des Dokumentes in englischer und französischer Sprache vorgelegt werden.

Mit der Abgabe des Bid Book sei man einer Entscheidung des IOC für München abermals einen Schritt näher gekommen, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), „die Bundesregierung hat ihren Teil zu den erstklassigen Bewerbungsunterlagen beigetragen und wird sich auch weiterhin mit Nachdruck für die Bewerbung Münchens einsetzen. Ich bin guter Dinge, dass wir im Juli in Durban den Zuschlag erhalten“.

Gemeinsam mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land bewirbt sich München um das Großereignis in sieben Jahren. Die süddeutsche Metropole wäre die erste Stadt, die nach Sommerspielen (1972) auch Olympische Winterspiele austragen dürfte. Eine Bewerbung, die in den vergangenen Monaten allerdings immer wieder mit heftigem Widerstand zu kämpfen hatte.

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