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07.08.2015

16:59 Uhr

Nach ARD-Dokumentation

Wada-Kommission untersucht Doping-Enthüllungen

Die neuen Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik werden nun auch offiziell von einer Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur untersucht. Das bestätigte Wada-Präsident Craig Reedie am Freitag in einer Presseerklärung.

Wada-Symposium im März 2015 in Lausanne: Die Organisation will nach ARD-Dokumentation Untersuchungen einleiten. Reuters

Wada beschließt Ermittlungen

Wada-Symposium im März 2015 in Lausanne: Die Organisation will nach ARD-Dokumentation Untersuchungen einleiten.

Frankfurt am Main Reedie hatte diesen Schritt schon kurz nach der Ausstrahlung der ARD-Dokumentation „Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik“ am vergangenen Wochenende angekündigt. Darin präsentierten die ARD und die Zeitung „Sunday Times“ die Auswertung von 12.000 Bluttests von rund 5.000 Läufern in den Ausdauerdisziplinen 800 Meter bis Marathon. Ihr Ergebnis: Ein Drittel aller Medaillen bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen von 2001 bis 2012 seien von Athleten mit dopingverdächtigen Werten gewonnen worden.

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Die Vorwürfe sind heftig. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF soll von hunderten Sportlern mit auffälligen Blutproben gewusst und trotzdem keine Konsequenzen daraus gezogen haben. Was bedeutet das für den Sport?

Der Leichtathletik-Weltverband Iaaf habe der Wada-Kommission seine volle Unterstützung zugesichert, teilte Reedie mit. Die Kommission unter Leitung des früheren Wada-Präsidenten Dick Pound war bereits im vergangenen Dezember zur Untersuchung weiterer ARD-Enthüllungen gegründet worden. Damals deckten die Recherchen systematisches Doping in der russischen Leichtathletik auf.

Von

dpa

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