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28.03.2016

14:07 Uhr

Nach Kollision mit Motorrad

Belgischer Radprofi stirbt bei Rennunfall

Tragödie beim Radsportklassiker Gent-Wevelgem: Ein Motorrad aus dem Begleittross rammt den gestürzten Sprinter Antoine Demoitié, der kurz darauf seinen Verletzungen erliegt. Ein weiterer Fahrer ringt mit dem Tod.

Antoine Demoitié hat den Unfall beim Radrennen Gent-Wevelgem nicht überlebt.

Antoine Demoitié

Antoine Demoitié hat den Unfall beim Radrennen Gent-Wevelgem nicht überlebt.

LilleDer Unfalltod des 25 Jahre alten belgischen Profis Antoine Demoitié hat Trauer und auch Wut im Radsport ausgelöst. An einem für das radverrückte Land schwarzen Osterwochenende starb der Sprinter nach einer Kollision mit einem Begleitmotorrad beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem. „Antoine wird uns sehr fehlen“, sagte Weltverbands-Präsident Brian Cookson in einer Mitteilung am Montag.

„Es fühlt sich unwirklich an zu lesen, dass Antoine Demoitié den gestrigen Unfall nicht überlebt hat“, schrieb Deutschlands Sprint-Ass Marcel Kittel. Demoitié war bei dem Rennen am Sonntag mit einem Begleitmotorrad kollidiert. Er war wie vier andere Fahrer nach rund 150 Kilometern gestürzt, Medienberichten zufolge fuhr das Motorrad in die kleine Gruppe. Demoitié wurde am Kopf getroffen und starb in einem Krankenhaus in Lille. „Ich bin geschockt“, meinte Ex-Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin.

„Lieber Antoine, als deine Teamkollegen werden wir die Zeit mit Dir niemals vergessen“, betonte Björn Thurau - der Sohn der deutschen Radlegende Dietrich Thurau war im Oktober vergangenen Jahres zu Wanty-Gobert gewechselt. Auch Demoitié fuhr erst seit diesem Jahr für das zweitklassige Team aus Belgien.

„Ich bin so wütend“, twitterte der italienische Profi Daniel Oss. Der spanische Superstar Alberto Contador forderte Konsequenzen. „Wir brauchen eine Kontrolle der Motorräder bei den Rennen“, schrieb der 33-Jährige am Montag bei Twitter. Noch vor der schrecklichen Todesnachricht hatte der niederländische Profi Bas Tietema via Twitter kritisiert: „Es gibt Protokolle für die Räder, fürs Wetter, fürs Doping. Aber wie viele Unfälle müssen passieren, bis etwas für die Sicherheit der Fahrer getan wird.“

Bereits im vergangenen Jahr war es auch wieder zu Zwischenfällen mit Begleitfahrzeugen und -Motorrädern gekommen. Ende Februar war Stig Broeckx bei Kuurne-Brüssel-Kuurne von einem Motorrad zu Fall gebracht worden und hatte sich unter anderem einen Schlüsselbeinbruch zugezogen.

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