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01.12.2013

18:26 Uhr

Nach Krebsleiden

Peter Graf im Alter von 75 Jahren gestorben

Steffi Graf trauert um ihren Vater: Peter Graf, der als Manager die Karriere seiner Tochter maßgeblich puschte und später wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis musste, ist am Samstag im Alter von 75 Jahren gestorben.

Peter Graf lebte zuletzt abseits der Öffentlichkeit, diese Aufnahme ist von 1998. dpa

Peter Graf lebte zuletzt abseits der Öffentlichkeit, diese Aufnahme ist von 1998.

MannheimPeter Graf, der Vater von Ex-Tennisstar Steffi Graf, ist tot. Er sei am Samstag im Alter von 75 Jahren gestorben, teilte seine Familie am Sonntag mit. Damit bestätigte sie einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Nach Informationen von „Bild“ litt Graf an Krebs und hatte die vergangenen Wochen im Krankenhaus verbracht. Er sei nun in Mannheim gestorben.

„Nach einem erfüllten Leben ist gestern im Alter von 75 Jahren mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater in Frieden von uns gegangen“, heißt es in einem von einem Anwalt übermittelten Schreiben der Familie. „Wir gedenken seiner in Trauer und großer Dankbarkeit und bitten um Verständnis, dass wir im engsten Familienkreis stillen Abschied nehmen wollen.“

Tennis National: Steffi Graf sieht an sich "die Zeichen der Zeit"

Tennis National

Steffi Graf sieht an sich "die Zeichen der Zeit"

Deutschlands Tennis-Königin Steffi Graf hat an sich selbst "die Zeichen der Zeit" erkannt, doch das Älterwerden bereitet ihr keine Probleme.

Graf wurde als Trainer und Manager seiner 1969 geborenen Tochter Steffi bekannt, die von 1987 bis 1991 an der Spitze der Tennis-Weltrangliste stand und zu den erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen zählt. Die Karriere seiner Tochter war zu einem großen Teil das Ergebnis von Peter Grafs Ehrgeiz. Der ehemalige Versicherungskaufmann und Gebrauchtwagenhändler erkannte früh das Talent seiner Tochter und trainierte sie schon als Kind.

1987 war Steffi Graf zum ersten Mal Weltranglistenerste. 1988 erlebte sie mit dem „Golden Slam", dem Gewinn aller vier Grand-Slam-Turniere und der olympischen Goldmedaille, das erfolgreichste Jahr ihrer einmaligen Karriere. Steffi Graf gewann 22 Grand Slam Titel und war 377 Wochen die Nummer Eins der Weltrangliste.

Peter Graf geriet allerdings auch in die Negativ-Schlagzeilen. Tiefpunkt war 1997 die Verurteilung zu drei Jahren und neun Monaten Haft wegen Steuerhinterziehung. In der Folge trennten sich die Wege des Erfolgsduos Steffi und Peter Graf, und auch die Ehe mit seiner Frau Heidi ging in die Brüche. Im April 1998 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen, gut ein Jahr später heiratete er seine Freundin Britta.

Kommentare (1)

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Vollertrauer

01.12.2013, 19:35 Uhr

Peter Graf hat viel von seinem eigenen Leben für die Karriere seiner Tochter gegeben. Inklusive Knast. Ein Grund mehr, warum auch Uli in den Bau muss. Gleiches Recht für alle !

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