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26.10.2013

10:20 Uhr

NBA-Start

Im Schlaraffenland des Basketballs

VonThilo Neumann

Die NBA ist die reichste Profisportliga der Welt. Nirgendwo sonst verdienen Sportler so viel Geld wie im nordamerikanischen Basketball. Auch Neulinge aus Deutschland profitieren von dem luxuriösen Gehaltsniveau.

Mit elf Jahren wurde der Sohn einer gambischen Mutter und eines deutschen Vaters auf einem Braunschweiger Freiplatz entdeckt. dpa - picture-alliance

Mit elf Jahren wurde der Sohn einer gambischen Mutter und eines deutschen Vaters auf einem Braunschweiger Freiplatz entdeckt.

DüsseldorfAm 30. Oktober 2013 wird für Dennis Schröder ein Traum in Erfüllung gehen. An diesem Tag wird der 20-jährige Braunschweiger im Trikot der Atlanta Hawks zum ersten Mal in der NBA, der besten Basketballliga der Welt, auflaufen. Erster Kontrahent seiner Hawks sind ausgerechnet die Dallas Mavericks mit Landsmann Dirk Nowitzki.

Vor etwas mehr als zwei Jahren spielte Schröder noch für die Junior Phantoms, ein Nachwuchsteam des Bundesligisten aus Braunschweig, vor einem handverlesenen Publikum. Nun stellt der Sohn einer gambischen Mutter und eines deutschen Vaters sein Talent Abend für Abend vor Tausenden in den Sportarenen und Millionen vor den TV-Geräten unter Beweis.

Das ist nicht nur ein sportlicher Erfolg. Auch finanziell hat der junge Niedersachse schon jetzt erreicht, was der durchschnittliche Profibasketballer in Deutschland nie schaffen wird: Er ist Multimillionär.

Als Schröder Ende Juni im Rahmen der Draft, bei der sich Teams die Rechte an den besten Nachwuchsspielern außerhalb der NBA sichern, von den Atlanta Hawks ausgewählt wurde, kam dies einer Eintrittskarte in ein Basketball-Schlaraffenland gleich. In den nächsten zwei Jahren überweisen die Hawks insgesamt knapp 3,3 Millionen Dollar auf das Konto des Aufbauspielers. Danach hat der Klub die Option, den Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern. Dann stünden Schröder weitere 4,5 Millionen Dollar zu. Der junge Mann hat ausgesorgt.

Dirk Nowitzki ist noch ganz andere Zahlen gewöhnt. Der 35-jährige Würzburger, seit 1999 ununterbrochen in Diensten der Dallas Mavericks, betont zwar stets, dass ihm seine Millionen nicht wichtig sind und er keinen Luxus oder Statussymbole brauche. Nichtsdestotrotz lässt sich das „German Wunderkind“ seine Arbeit in Dallas zu marktüblichen Preisen vergüten. Für die Saison 2013/14 heißt das: 22,7 Millionen US-Dollar. Damit streicht Nowitzki das zweithöchste Gehalt aller NBA-Spieler ein.

Nur Kobe Bryant, fünffacher Champion und Star der Los Angeles Lakers, bekommt mit knapp 30,5 Millionen US-Dollar mehr. Durch lukrative Werbeverträge, unter anderem mit Nike und Turkish Airlines, kann Bryant sein Salär auf 64 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Das macht ihn zum bestverdienenden Basketballer der Welt.

Knapp hinter ihm folgt LeBron James. Der selbsternannte „King“ bekommt mit 19 Millionen Dollar von den Miami Heat zwar ein im Vergleich beinahe mickriges Gehalt. Dafür führt er die Liste der Einnahmen abseits des Basketballcourts mit Abstand an.

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