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28.03.2006

11:16 Uhr

Neues Boot getauft

„Alinghis“ Rivale heißt „USA 87“

Mit neuem Boot und neuer Heimat plant das US-Syndikat BMW Oracle Racing den Angriff auf den America's Cup 2007.

HB DÜSSELDORF. Die erste neue Segelyacht des amerikanischen Teams ist am Montagabend in Valencia getauft worden. Ein spanischer Priester gab dem Schiff „USA 87“ die Weihe. 700 Ehrengäste aus aller Welt, darunter der deutsche Schauspieler Horst Janson und der ehemalige Formel 1- Rennfahrer Hans-Joachim Stuck, waren Gäste der Zeremonie.

„Im nächsten Jahr wollen wir das Ding gewinnen“, meinte der Münchner Tony Kolb nach der Taufe der Yacht und der Einweihung der Teambasis im Hafen von Valencia. Das 24 Meter lange und 24 Tonnen schwere Boot soll Garant für den ersten Sieg einer US-Mannschaft seit 1992 sein.

„Auf dieser Yacht zu segeln, ist ein ganz neues Gefühl. Man merkt, dass eine Menge Potenzial in ihr steckt“, meinte Vorschiffmann Kolb. Als größten Konkurrenten sieht der gelernte Bootsbauer den Schweizer Titelverteidiger Alinghi. „Das ist eine Spitzenmannschaft“, lobte Kolb die Crew um Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg).

Das United Internet Team Germany, erster deutscher Teilnehmer in der über 150-jährigen Geschichte des Wettbewerbs, betrachtet der 39-Jährige dagegen eher als Außenseiter. „Dennoch bin ich begeistert von diesem Team. Was die auf die Beine gestellt haben, ist schon enorm“, so Kolb.

In den kommenden Wochen steht dem Münchner ein harter Kampf um einen Platz in der Stammformation des US-Teams bevor. Derzeit teilt sich Kolb, der im Dezember aus privaten Gründen beim Oceanrace ausgestiegen war, den Posten als Vorschiffmann mit vier weiteren Crewmitgliedern.

Neben dem neuen Boot, für das die Ehefrau von Skipper Chris Dickson die Patenschaft übernahm, weihte das Oracle-Team am Montag auch seine neue Teambasis in Valencia ein. Auf 5600 Quadratmeter und drei Etagen verteilt sich künftig die Schaltzentrale der Kampagne. Damit hat BMW Oracle das größte Domizil aller zwölf Teilnehmer.

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