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25.01.2007

13:01 Uhr

Nordische Kombination National

Gaiser stellt die Skier zur Seite

Bei den Winterspielen in Turin 2006 gewann Jens Gaiser mit der deutschen Staffel in der Nordischen Kombination noch die Silbermedaille. Nach der verpassten WM-Qualifikation beendet der 28-Jährige nun seine Karriere.

Jens Gaiser hat genug vom Leistungssport. Der 28 Jahre alte Nordische Kombinierer erklärte nach der verpassten WM-Teilnahme überraschend mit sofortiger Wirkung sein Karriereende und will in seinen alten Beruf als Schornsteinfeger zurückkehren. Der Schwarzwälder hatte seinen größten Erfolg bei den Olympischen Spielen von Turin gefeiert, als er vor elf Monaten als Schlussläufer im Teamwettbewerb Silber gewann.

Gaiser will dem Nachwuchs nicht im Wege stehen

"Ich habe mein Ziel WM nicht erreicht, deshalb brachte mich mein Gefühl dazu, meine aktive Karriere mit sofortiger Wirkung zu beenden. Das tue ich mit keinem schlechten Gefühl, denn ich habe alles versucht - aber es sollte wohl einfach nicht sein", sagte Gaiser. Weil er nun kein Ziel mehr habe und außerdem keinem jungen Athleten einen Startplatz wegnehmen wolle, will der zweimalige deutsche Meister auch keinen Weltcup mehr bestreiten.

Die Entscheidung fiel, nachdem Bundestrainer Hermann Weinbuch Olympiasieger Georg Hettich (Schonach), Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt), Sebastian Haseney und Tino Edelmann (beide Zella-Mehlis) für die in vier Wochen beginnende WM im japanischen Sapporo nominiert hatte. "Natürlich ist ein Rücktritt immer schade, aber ich finde die Entscheidung von Jens konsequent", erklärte Weinbuch.

Auch Thorsten Schmitt denkt an Rücktritt

Gaiser, der als Schlussläufer bei Olympia die Führung verlor und mit letzter Kraft Silber rettete, will seinem Heimatverein in Mitteltal-Obertal als Trainer zur Verfügung stehen. Zudem will sich der Schornsteinfeger beruflich zum Energieberater weiterbilden. Ebenfalls vor dem Rücktritt steht der 31 Jahre alte Thorsten Schmitt. Der Bruder von Skispringer Martin Schmitt hatte den Sprung ins WM-Team wie Gaiser verpasst.

© SID

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