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16.01.2010

15:45 Uhr

Nordische Kombination Weltcup

Ackermann verliert weiter an Boden

Kombinierer Ronny Ackermann ist beim Weltcup im französischen Chaux-Neuve abgeschlagen nur auf dem 28. Platz gelandet und hat die Olympia-Norm damit erneut verpasst.

Ronny Ackermann muss weiterhin um seine Olympia-Teilnahme bangen. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Ronny Ackermann muss weiterhin um seine Olympia-Teilnahme bangen. Foto: Bongarts/Getty Images

Ackermann hat Olympia noch nicht abgehakt Der viermalige Kombinierer-Weltmeister Ronny Ackermann hat Olympia noch nicht abgehakt. "Ich habe noch zwei Wettkämpfe" sagte 32-Jährige nach dem erneut enttäuschenden 28. Platz beim Weltcup im französischen Chaux-Neuve. Ackermann hat in diesem Winter noch keine Platzierung unter den ersten 20 geschafft.

Ackermann, der zur Erfüllung der Olympia-Norm zweimal unter den besten 15 oder einmal unter den besten Acht landen muss, bleibt nun nur noch der Weltcup am Sonntag in Frankreich und der Wettbewerb am kommenden Wochenende in Schonach, um die Norm für Vancouver (12. bis 28. Februar) zu schaffen. "Die Platzierung ist sicher nicht das, was ich mir gewünscht habe. Dennoch war es mein bester Wettkampf in der letzten Zeit", sagte der Routinier.

Bundestrainer Hermann Weinbuch nährte die Hoffnung Ackermanns, als fünfter Mann nach Kanada zu reisen. "Er hat sich im Vergleich zum letzten Wettkampf verbessert. Es scheint aufwärts zu gehen. Wir warten jetzt noch Schonach ab", sagte Weinbuch dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Den Sieg in Frankreich sicherte sich der Norweger Magnus Moan vor dem französichen Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis und Todd Lodwick aus den USA. Als bester Deutscher landete der erst 18 Jahre Johannes Rydzek, der die Olympia-Norm zuvor bereits erfüllt hat, auf dem neunten Rang.

Rydzek sichert sich das Olympia-Ticket

"Ich habe versucht, mit den Besten mitzugehen. Am Ende war mir das aber doch zu schnell, und ich habe Tempo rausgenommen", meinte Rydzek, der nach seinem besten Weltcup-Resultat sicher in Vancouver dabei sein wird. "Er ist nach dieser Leistung sicher dabei", sagte Weinbuch.

Rydzek war allerdings der einzige Deutsche, der Grund zur Freude hatte. Wie Ackermann müssen auch Olympiasieger Georg Hettich (Schonach) und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) weiter um das Ticket für Vancouver zittern. Hettich, der wie Haseney bisher lediglich die "halbe" Olympia-Norm erfüllt hat, war nach einem schwachen Springen nicht mehr zum 10-km-Langlauf angetreten. Haseney wurde 33.

Obwohl der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) bereits am kommenden Freitag die Mannschaft für Vancouver bekannt geben wird, hatte Weinbuch zuletzt angekündigt, dass er nach dem Wettkampf in Schonach noch einen Athleten nachnominieren will. Insgesamt werden fünf deutsche Kombinierer bei den Olympischen Spielen starten.

Die drei Top-Kombinierer Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Tino Edelmann (Zella-Mehlis) und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) waren in Frankreich nicht am Start. Die drei Athleten des Deutschen Skiverbands (DSV), die sich bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert haben, wurden von Weinbuch geschont.

© SID

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