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03.01.2009

08:17 Uhr

Nordische Kombination Weltcup

Kombinierern droht die nächste Enttäuschung

Nach der Enttäuschung von Oberhof droht den deutschen Kombinierern in Schonach die nächste Heim-Pleite: Ronny Ackermann ist krank, Björn Kircheisen schwächelt an der Schanze.

Björn Kircheisen schwächelt momentan beim Springen. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Björn Kircheisen schwächelt momentan beim Springen. Foto: Bongarts/Getty Images

Weltmeister Ronny Ackermann ist krank, Vizeweltmeister Björn Kircheisen schwächelt an der Schanze: Den deutschen Kombinierern droht nach der Enttäuschung von Oberhof in Schonach die nächste Heim-Pleite. Beim Weltcup-Wochenende im Schwarzwald steht heute der erste Team-Wettbewerb der Saison auf dem Programm, einen Tag später geht es im Einzel zur Sache. Dort warten die Deutschen seit nunmehr 22 Jahren auf einen Sieg im Schwarzwaldpokal.

"Als Mannschaft tut uns der Ausfall von Ronny natürlich doppelt weh, zumal auch Sebastian Haseney nicht startet", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: "Andererseits haben damit aber auch ein paar andere Athleten die Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen."

Nachdem es in Oberhof nur zu zwei sechsten Plätzen durch Kircheisen und Tino Edelmann gereicht hatte, sind auch in Schonach die Siegchancen eher gering. Das Zünglein an der Waage spielt im Schwarzwald traditionell die Langenwaldschanze. "Die gehört nicht gerade zu den einfach zu springenden Modellen. Dazu kommt, dass wir im Springen zurzeit noch das eine oder andere Defizit haben", sagte Weinbuch.

Edelmann im Aufwind

Besonders Kircheisen zeigte nach den mit seinem ersten Saisonsieg gekrönten Auftritten in Ramsau zuletzt Schwächen an der Schanze. "Ich habe da immer ein paar Meter liegenlassen, daran muss ich arbeiten", meinte der 25-Jährige selbstkritisch. Läuferisch gehört der Sachse aus Johanngeorgenstadt zwar zur absoluten Weltspitze, doch wenn er nach einem bescheidenen Sprung bereits mit über zwei Minuten Rückstand starten muss, hat selbst er keine Chance.

Immerhin stimmt die Laufform, und immerhin schickt sich in dem 23-jährigen Tino Edelmann ein junger Athlet an, die Lücke zu Ackermann und Kircheisen zu schließen. "Ich bin in einer richtig guten Form und gehe voller Selbstbewusstsein in die Wettkämpfe", sagte der Thüringer aus Zella-Mehlis. In Oberhof löste Edelmann durch seinen sechsten Platz bereits das WM-Ticket und kann nun befreit in die nächsten Rennen gehen.

Alles andere als befreit wird wohl Lokalmatador Georg Hettich in seine Heimrennen gehen. Der Olympiasieger von Turin ist nach wie vor das Sorgenkind im deutschen Team. Neben mäßigen Sprüngen fehlt auch läuferisch noch ein ganzes Stück zur Konkurrenz. Folglich hat der 30-Jährige bescheidene Ziele. Mit einem Platz unter den besten 15 wäre er schon zufrieden.

© SID

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