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19.01.2005

10:07 Uhr

Österreich fürchtet Miller-Show

Gerg und Ertl wollen Karriere mit Edelmetall abschließen

Die deutschen Ski-Rennfahrer reisen mit großen Hoffnungen zu den 29. alpinen Weltmeisterschaften in Bormio und Santa Caterina. Auch wenn die verletzte Hoffnungsträgerin Maria Riesch nicht dabei ist.

HB BORMIO. Nach der peinlichen Nullnummer vor zwei Jahren in St. Moritz soll diesmal unbedingt die ersehnte 100. WM-Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) herausspringen und das Krisenimage endlich ad acta gelegt werden. Für Hilde Gerg und Martina Ertl geht es bei den Titelkämpfen vom 28. Januar bis 13. Februar aber nicht nur um die Wiedergutmachung für das Debakel von 2003, sondern ein Jahr vor dem angekündigten Karriereende um die letzte Chance auf WM-Edelmetall.

Mit zuletzt ungewohntem Optimismus fährt die Herren-Abteilung des DSV nach Italien. Die Weltcup-Siege der fast schon ausgemusterten Max Rauffer und Alois Vogl haben für viel Aufwind gesorgt. Besonders im Slalom hat sich der DSV in der Weltspitze zurückgemeldet. "Mit diesen Kandidaten sind alle Überraschungen möglich", sagte Markus Wasmeier, der vor 20 Jahren mit seinem WM-Sieg im Riesenslalom in Bormio für eine Überraschung gesorgt hatte. Mit Spannung erwartet auch Wasmeier den zweiten WM-Auftritt von Jungstar Felix Neureuther, der vor zwei Jahren mit seiner forschen Art und als 15. im Slalom für Glanzlichter gesorgt hatte.

Erste Anwärterin auf eine Medaille ist im mit wahrscheinlich nur zehn Startern recht kleinen deutschen Team aber wie schon bei den vergangenen Großereignissen Hilde Gerg. Mit zwei Saisonsiegen und fünf Podestplätzen in Abfahrt und Super-G hat die Lenggrieserin ihre Position unter den besten der Welt untermauert. Und doch ist nach den Enttäuschung bei Olympia 2002 und der WM 2003 eine gewisse Anspannung zu spüren. "Es ist schon so, dass es mir richtig graust", sagte die 29-Jährige. Für Cheftrainer Wolfgang Maier ist Hilde Gerg in den schnellen Disziplinen "die einzige realistische Medaillenkandidaten". Dass sie wie zuletzt am Druck scheitert, glaubt der Coach nicht: "Wenn sie ihre Leistung abrufen kann, ist sie vorne mit dabei."

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